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Schirn-Ausstellung zum Farbholzschnitt in Wien um 1900

Kunst Schirn-Ausstellung zum Farbholzschnitt in Wien um 1900

Der Holzschnitt gilt als eines der ältesten Druckverfahren der Welt. Mit Albrecht Dürer hat er im Mittelalter seinen Höhepunkt erlebt.

Die Frankfurter Schirn rückt vom 6. Juli bis 3. Oktober in einer Ausstellung unter dem Titel "Kunst für alle" den Farbholzschnitt in der Wiener Moderne in den Blickpunkt.

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Ein Farbholzschnitt von Emil Orlik: «Drei Mädchen beim Brettspiel» (1906/08).

Quelle: Norbert Miguletz/Sammlung Eugen Otto/Schirn

Frankfurt/Main. Am Beispiel von mehr als 200 Werken von 40 Künstlern will die Schirn die Blüte dieser Drucktechnik zwischen 1900 und 1910 in der Habsburgermonarchie dokumentieren.

Sowohl namhafte Vertreter der Wiener Secession wie Carl Moll und Emil Orlik als auch unbekannte Maler widmeten sich damals dem Farbholzschnitt. Sie waren von den technischen und formalen Möglichkeiten des traditionsreichen Druckverfahrens begeistert, da es der Fantasie großen Freiraum bot.

Im elitären Kunsthandel machte der Farbholzschnitt mit erschwinglichen Preisen zugleich Originaldrucke für ein breites Publikum möglich. Die Ausstellung will auch zeigen, dass der Farbholzschnitt mit seinen Umrisszeichnungen und der flächig stilisierenden Darstellungsweise die Entwicklung der modernen Bildsprache des beginnenden 20. Jahrhunderts maßgeblich geprägt hat.

dpa

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