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Salman Rushdie wirft dem Westen Naivität vor

Schriftsteller im MAZ-Interview Salman Rushdie wirft dem Westen Naivität vor

In einem Interview mit der MAZ sagt der indisch-britische Schriftsteller Salman Rushdie, dass Saudi-Arabien maßgeblich für die Verbreitung radikalislamischer Ideen verantwortlich ist. Der Westen will das aber nicht wahrhaben und unterschätze die Gefahr. Der Schriftsteller sieht noch eine andere Quelle für den islamistischen Terror.

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Schriftsteller Salman Rushdie.

Quelle: dpa

Berlin. Der indisch-britische Schriftsteller Salman Rushdie wirft dem Westen Naivität im Umgang mit Saudi-Arabien vor. „Zu den größten Fehlern des Westens zählt der Irrglaube, dass das saudische Regime uns wohlgesinnt ist“, sagte Rushdie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland, dem mehr als 30 Tageszeitungen, unter anderem die MAZ, angehören. Saudi-Arabien sei maßgeblich verantwortlich für die weltweite Verbreitung radikalislamischen Gedankenguts in Gestalt des Wahabismus. „Das war eine winzig kleine Strömung innerhalb des sunnitischen Islam, bis die Saudis dazu übergingen, mit ihren Öldollars den Wahabismus weltweit zu propagieren“, sagte Rushdie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

Rushdie sieht weltweites Netz von Koranschulen

Neben dem sunnitischen Saudi-Arabien wirft Rushdie auch dem schiitischen Iran vor, sehr extreme Vorstellungen vom Islam in einem weltweiten Netz von Koranschulen zu verbreiten. „Wir haben es hier mit einem großangelegten Umerziehungsprojekt zu tun“, sagte Rushdie, der seit 26 Jahren vom iranischen Regime mit dem Tod bedroht wird. „Dahinter verbirgt sich der Kampf zwischen Saudi-Arabien und dem Iran um die Vormachtstellung in der islamischen Welt. Ein Kampf, in dessen Kreuzfeuer wir alle geraten sind.“

Das ganze Interview lesen Sie am Mittwoch in der Märkischen Allgemeinen Zeitung.

Zum RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) gehören mehr als 30 Tageszeitungen mit einer Reichweite von 3,4 Millionen Lesern am Tag - unter anderem die Hannoversche Allgemeine Zeitung, die Leipziger Volkszeitung, die Dresdner Neuesten Nachrichten, die Märkische Allgemeine Zeitung, die Kieler Nachrichten, die Neue Presse, das Göttinger Tageblatt, die Lübecker Nachrichten und die Ostsee-Zeitung.

Von Marina Kormbaki

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