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Unter Mamas Fuchtel: „Wenn ich es oft genug sage ...“

Kino Unter Mamas Fuchtel: „Wenn ich es oft genug sage ...“

Schwarzhumoriges aus Belgien: In „Wenn ich es oft genug sage, wird es wahr“ (Kinostart am 14. Dezember) schlägt sich ein liebenswerter Hypochonder mit seiner Mutter herum. Situationskomik in dieser sehenswerten belgischen Komödie auf Traurigkeit.

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Tänzchen vor den Waschmaschinen: Michel (Jean-Jacques Rausin) und seine Freunde befürchten, an Brustkrebs erkrankt zu sein. Eine schrullig-sympathische Verlierertruppe.

Quelle: FilmKinoText

Hannover. Den gutherzigen Michel (Jean-Jacques Rausin) muss man einfach mögen. Gewiss, der zottelige Typ hat seine Macken, ja, Riesenmacken. Als Hypochonder ist er fest überzeugt, dass er demnächst sterben muss. Seit seine Mutter (Myriam Boyer) an Brustkrebs erkrankt ist, glaubt auch er, dass eine seiner schmalen Brüste langsam von Geschwüren zerfressen wird. Wunderbar groteske Szenen liefert diese Ausgangslage für die von Xavier Seron geschriebene und inszenierte schwarzhumorige belgische Komödie „Wenn ich es oft genug sage, wird es wahr“. Gemeinsam tasten Michel und seine Freunde ihre Männerbrüste ab.

Trauriger Ödipus liebt seine Mutter aufopferungsvoll

Die größte Schwäche unter der unser trauriger Held leidet, ist seine Mutter. Er liebt sie mit einer solch unerschütterlichen Inbrunst, dass Ödipus dagegen ein Waisenknabe ist. Dabei macht sie ihm das Leben höllisch schwer. Sie wird offenbar langsam dement, stellt die seltsamsten Dinge an, trinkt Unmengen an Sekt und verlangt ständig, dass Michel sich um sie kümmert. Immer absurder wird das Mutter-Sohn-Verhältnis. Michel scheint sich zum Kind zurückzuentwickeln und nimmt das alles unglaublich stoisch hin. Als Zuschauer ist man mal von seiner aufopferungsvollen Liebe zu seiner Mutter fasziniert, dann wieder hat man mit ihm angesichts all der von ihm erlittenen Peinlichkeiten nur Mitleid.

Hier gibt’s den Trailer zu „Wenn ich es oft genug ...“

Erstaunlich glaubhaft wird dieser wortkarge Sonderling von Rausin verkörpert. Der Regisseur macht sich keinesfalls über die Figur lustig, obwohl es dafür Anlässe genug gäbe. Dieser Film lebt von einer Situationskomik, die wundersam mit der Tragik harmoniert.

Von Ernst Corinth / RND

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