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Scott Matthew singt sich durch Tränenpaläste

Konzert im Waschhaus Potsdam Scott Matthew singt sich durch Tränenpaläste

Der australische Singer-Songwriter Scott Matthew versteht sich auf die Nuancen der Pein, schreitet durch Paläste der Tränen und weiß um die Errettung einer verlorenen Seele. Am 5. März gastiert er mit seinem aktuellen Album „This Here Defeat“ im Waschhaus Potsdam.

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Scott Matthew.

Quelle: Michael Mann

Potsdam. Den Australier Scott Matthew könnte man beinahe einen Stammgast des Waschhauses Potsdam nennen: Der Meister der Molltöne gastiert am 5. März erneut in Potsdam. Das nächste sensible Kapitel seiner Songwriter-Karriere nannte er „This Here Defeat“. Darauf schreitet der Mann aus Queensland weit, aber kaum wohlgemut aus - auf einem mit äußerster Feinsinnigkeit gewobenem Teppich aus Wehmut und bisweilen aus Kümmernis. Wofür, wir wissen es längst, die Liebe oft der Anlass ist. Lichterloh brennt sie. Verzehrt in ihrer Gier fast alles. Zuweilen glimmt sie nur und hinterlässt Asche.

„This Here Defeat“

Scott Matthews fünftes Studioalbum “This Here Defeat“ enthält 10 neue Scott-Matthew-Originals. Matthew schreibt und singt auf dem neuen Album vom Herbeisehnen und Verschwinden der Liebe wie kaum jemand sonst. „Ich bin sehr, sehr stolz auf das neue Album“, sagt Scott, „und ich bin es umso mehr, weil ich gar nicht daran geglaubt habe, dass es entstehen würde.“ Aufgenommen wurde das Album in Lissabon, produziert hat es Jürgen Stark, der ihn auch als Gitarrist auf den anstehenden Konzerten wieder begleiten wird..

Ein Beispiel? Matthew hebt an: „Wie ein Kind will ich lernen, wie man geht. Dieses Feuer könnte mich leiten durch die Dunkelheit. Aber der Unterschied ist, ein Kind weiß, wie man liebt.“ Klingt bitter? Ist es auch. Siehe auch unter: ruiniertes Herz. Matthew, der bärtige Barde, versteht sich auf die Nuancen der Pein, schreitet durch die Paläste der Tränen und weiß um die Errettung einer verlorenen Seele. Wozu anmutig gezupfte Saiten der Akustischen, eine leidende Fiedel, ein paar aufrichtige Piano-Tupfer oder gar eine sirrende Orgel fraglos den Untergrund bilden. Als neues Extra oder Überraschungseffekt gibt es E-Klampfe und Drums.

Reich beschenkt hatte uns Matthew, inzwischen Wahl-New-Yorker, schon zuvor. Mit der Platte „Unlearned”. Für die Sammlung brillanter Cover drehte und wendete er die Lieder einiger von ihm wohl kultisch verehrten Künstler. Matthew als Visionär. Sein „To Love Somebody” der Bee Gees geriet nicht etwa zuckrig wie bei den Urhebern, den Brüdern Gibb. Eher wie ein versonnenes Kirchenlied. Matthew gibt sich selbst Zeit, kostet diese aus und ist ein großartiger Anverwandler der Kunst anderer. Ob von Stücken der New-Wave-Düsterlinge Joy Division, des weisen Country-Outlaws Kris Kristofferson oder des wütendenden Folk-Rocker Neil Young. Sogar Pop-Ikone Whitney Houston lässt er auferstehen in „I Wanna Dance With Somebody”. Auf seine Art.

Konzert: 5. März, 20 Uhr, Waschhaus Potsdam. Karten für 24,90 Euro bei ticketeria.de

Von Ralf Thürsam

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