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Ein! Krasser! Film!

Regisseur Sebastian Schipper stellt „Victoria“ im Thalia-Kino vor Ein! Krasser! Film!

Alle schwärmen von „Victoria“: Von diesem Film, der vier junge Männer und die titelgebende Frau durch eine krasse Berliner Nacht begleitet – gedreht in nur einer Einstellung. Am Sonnabend besuchten Regisseur Sebastian Schipper und Co-Autor Frederik Schulz das Thalia-Kino.

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Regisseur Sebastian Schipper besuchte am Samstagabend das Babelsberger Thalia-Kino.

Quelle: Christel köster

Babelsberg. Alle schwärmen von „Victoria“: Von diesem Film, der vier junge Männer und die titelgebende Frau durch eine krasse Berliner Nacht samt Party und Banküberfall begleitet, in nur einer Einstellung gedreht wurde und gerade das deutsche Kino aufrührt. Aber fangen wir von hinten an: Regisseur Sebastian Schipper (in kurzen Hosen, mit Jeansjacke) war am Samstagabend zu Gast im Thalia-Kino, brachte seinen Co-Autor Eike Frederik Schulz mit. Das Filmgespräch endete mit Schippers Bitte, den Film, bitte weiter zu empfehlen. Das soll hiermit ausdrücklich geschehen: Reingehen! Angucken! Auch, wenn das Wetter an den Badesee locken sollte.

Filmhistorisch bedeutsam ist das Datum, an dem „Victoria“ gedreht wurde, bereits jetzt: 27. April 2014. Ein „weißes Stück Landkarte“ habe man mit diesem Film getilgt, auch, dank der inzwischen tollen technischen (Kamera-)Möglichkeiten. Obwohl: „Wir waren nah an der Katastrophe“, berichtete Schipper im „Thalia“. Zwei Anläufe seien zwar technisch in Ordnung, aber kein Kinofilm gewesen. Der dritte Versuch, in einem Rutsch zu drehen, gelang. Wie beim Film-Bankraub habe man das Gefühl gehabt, „mit fetter Beute entkommen zu sein“. Der 47-Jährige mag Freundschaftsepen, wurde bekannt mit „Absolute Giganten“. Zwar ist „Victoria“ ein Thriller, dessen Handlung sich im Laufe der 140 Minuten immer rasanter dreht, gleichzeitig eine Aufnahme des Lebensgefühls junger Menschen. Ihnen werde vermittelt, sich als Praktikanten oder als „leitende Angestellte für 700 Euro im Monat“ zu verdingen. Wie man trotzdem seinen Lebensmut nicht verliert und zusammenhält – davon erzählt Schipper. Nicht als egoistische Einzelgänger, sondern „in Gruppen sind wir in der Evolution soweit gekommen“.

Völlig zu recht ist „Victoria“ siebenmal für den Deutschen Filmpreis nominiert, der am Freitagabend vergeben wird. Schipper ist mindestens die goldene Lola für den besten Film zu wünschen, zumal er „nie wieder“ in nur einer Einstellung – ohne Schnitt – drehen werde.

Info: „Victoria“, Thalia-Kino, Mo.-Mi., jeweils um 17.45 & 20.30 Uhr.

Von Ricarda Nowak

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