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Sich richtig treiben lassen

Lüül und Band auf Haveltour Sich richtig treiben lassen

Lüül, einer der Protagonisten der 17 Hippies aus Berlin, schippert samt Band auf einem Solarfloß über die Havelgewässer. Zu seinem Reisegepäck gehört das aktuelle Album „Wanderjahre“, das im Wesentlichen im Fläming entstand. Zum Auftakt der Tour gehen Lüül und Co. am Sonntag bei der Fete de la Musique an der Bühne der Fabrik in Potsdam an Land.

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Lüül zieht es vom grünen Tisch aufs Wasser.

Quelle: Max Schwarzlose

Potsdam. Wenn Lüül gerade mal nicht als einer der „17 Hippies“ unterwegs ist, dann geht er mit einigen Gefährten der eigentlich zwölfköpfigen Berliner Band auf Tour – vorwiegend, um seine eigenen Alben dem geneigten Publikum zugängig zu machen.

Lüül, mit bürgerlichem Namen Lutz Ulbrich, hat gerade mal wieder eine Platte fertig und legt seine „Wanderjahre“ auf den Tisch wie einen frisch gefangenen Zander aus der Havel. Über diese schippert der 62 Jahre alte Musiker nun auf einem Solarfloß – zur Fete de la Musique am Sonntag geht er an der Soundgartenbühne der Fabrik in Potsdam an Land.

Lüül ist ja schon länger mit Brandenburg verbandelt. Die „Wanderjahre“ wurden zum Großteil binnen vier Tagen bei einem langjährigen Freund in einem ehemaligen LPG-Haus im Fläming eingespielt. Der Sänger, Gitarrist und Texter, der einst bei der 1967 gegründeten Kraurock-Band Agitation Free zu Gange war, lässt sich gern treiben. Auch seine Gedanken. Sie wandern zurück ins Westberlin vor dem Mauerfall oder nach Dallgow-Döberitz. Im Havelland lebte Lüül „vier schöne Jahre, denen wollte ich mit diesem Lied huldigen“. Der erklärte Kästner-Verehrer mit der leicht rauen Kehle wagte sich zudem an die Vertonung des Gedichtes „Kleines Solo“. Es schunkelt vorsichtig maritim. Beinahe wie ein Reggae samt Akkordeon, Geige und einer singenden Säge, einem jener Tonerzeuger, den wohl nicht jede Band zu ihrem angestammten Instrumentarium zählen dürfte.

Überhaupt: Die vornehmlich akustisch geprägten Lieder deutscher Zunge – sie schimmern zwischen Folk, Pop und Jazz – sind mit Grandezza ausgestattet und werden mit viel Passion vorgetragen.

Die aktuellen Ankerplätze: Fährhaus Caputh (22. 6.), Uferwerk Werder (23. 6.), Schloss Plaue (24. 6.) Theaterklause Brandenburg (25. 6.), Villa Fohrde Havelsee (26. 6.) und Strodehne (Sommerfest/27. 6.)

Von Ralf Thürsam

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