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Sogar Emmylou Harris schaute wieder vorbei

MAZ-Konzerttipp Sogar Emmylou Harris schaute wieder vorbei

Da war das Country-Märchen perfekt: Schwedisches TV-Team liest Doug Seegers von der Straße auf. Der geht ins Studio von Johnny Cash. Nachdem das Stück „Going Down To The River“ gesendet ist, fragt sich die Welt, wo dieser Erz-Musikant so plötzlich herkommt. Am Donnerstag spielt Seegers in Berlin.

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Nashville – und nicht nur die Country-Hauptstadt – hat eine begnadete wie authentische Stimme für sich entdeckt: Doug Seegers.

Quelle: Promo

Potsdam. Hör sich das einer an: Ein schwedisches TV-Team stromert durch Nashville, hört Doug Seegers an einer Straßenecke spielen und ist hin und weg von seiner Stimme. Es überredet den obdachlosen Musikanten, einen Song im Cabin-Studio von Country-Legende Johnny Cash einzuspielen. Seegers nimmt „Going Down To The River“ auf. Der Song wird gesendet. Erst flippen die Schweden aus, dann der Rest der Welt, der sich wundert, dass ein Sänger und Songwriter dieses Kalibers so fast aus dem Nichts auftauchen kann. Und bald erscheint auch sein Solo-Album.

Für die Medien ein gefundenes Fressen

Nun gibt es die Fortsetzung der wundersamen Geschichte: Als jungen Mann zog es Seegers nach Austin, Texas. Dort traf er auf Buddy Miller, doch es war ihm nicht vergönnt, im Musikgeschäft sesshaft zu werden. Seegers verdiente sein Geld als Schreiner. Familie, Scheidung, Aushilfsjobs. Gleich wie er sich abrackerte, irgendwann schlief er unter Brücken. Bis zu seiner Entdeckung, die – keine Frage – großen medialen Widerhall fand.

Mit Nashville-Veteranen im Studio

Das Blatt hatte sich also gewendet. Endlich wandelte Seegers auf der Sonnenseite des Lebens. Und er spielte inzwischen mit der Creme der Country-Musiker um den versierten Nashville-Veteran Will Kimbrough seine zweite Platte „Walking On The Edge Of The World“ ein. Er wandelt am Rand der Welt. Der Titel kann schon auch autobiografisch verstanden werden. Seegers war ganz unten.

Der Süden hat alles zu bieten

Das Dutzend neuer Lieder ist der mustergültige Beweis dafür, wie gut die verschiedenen Genres zueinander passen, die im US-amerikanischen Süden zu haben sind. Country, Southern Rock, Blues und Soul. Die Grenzen sind fließend. Emmylou Harris, die Grande Dame der Szene, schließlich veredelt das Duett „Far Side Banks Of Jordan“. Hach! Schon auf dem Debüt war sie dabei. Und noch eine alter Freund ließ es sich nicht nehmen, ein Duett mit Seegers zu singen – der Multi-Instrumentalist und Saiten-Könner Buddy Miller.

Konzert: Donnerstag, 3. November, 20 Uhr, Privatclub, Berlin-Kreuzberg.

Von Ralf Thürsam

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