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Speicherstadt ist Welterbe - Naumburg kann hoffen

UN Speicherstadt ist Welterbe - Naumburg kann hoffen

Jubel in Hamburg und neue Hoffnung für Naumburg: Die Hamburger Speicherstadt und das Kontorhausviertel sind jetzt das 40. Welterbe Deutschlands. Das Unesco-Welterbekomitee beschloss die Aufnahme am Sonntag bei seiner Tagung in Bonn.

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Blick auf die Speicherstadt und die Baustelle der Elbphilharmonie in Hamburg.

Quelle: Daniel Bockwoldt

Bonn. Der Naumburger Dom als weitere deutsche Bewerbung bekommt nach einer Zitterpartie eine zweite Chance, von der UN-Kulturorganisation in das Verzeichnis der einzigartigen kulturellen Stätten aufgenommen zu werden. Die Delegierten wiesen den Welterbe-Antrag Naumburgs zur Überarbeitung zurück. Damit kann die Bewerbung nach umfassenden Nachbesserungen noch einmal eingereicht werden.

Mit langem Applaus und einer langen Gratulantenschlange feierten die Delegierten des Welterbe-Komitees die Aufnahme der Hamburger Speicherstadt in das prestigereiche Welterbe-Verzeichnis. Sie gilt als das größte zusammenhängende und einheitlich geprägte Speicherensemble der Welt. "Wir fühlen uns so gerührt und so erfreut", sagte die Hamburger Kultursenatorin Barbara Kisseler. Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) sagte: "Wir Hamburgerinnen und Hamburger dürfen stolz sein auf unsere neue Welterbestätte."

Die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Maria Böhmer, sagte als Vorsitzende des Unesco-Welterbekomitees: "Das ist ein großer Tag für Hamburg." Gebaut wurde die Speicherstadt zwischen 1885 und 1927 auf einer Inselgruppe in der Elbe. Sie besteht aus 15 Backsteinbauten in neogotischer Architektur. Die Lagerhäuser und kleine Nebengebäude sind durch Straßen, Wasserstraßen und Brücken miteinander verbunden. Das benachbarte Kontorhausviertel wurde zwischen 1920 und 1940 erbaut. Berühmt ist das von Fritz Höger errichtete Chilehaus - mit seiner an einen Schiffsbug erinnernden Spitze.

Nach langem Bangen konnte Naumburg aufatmen. Zwar lehnte das Welterbekomitee die Aufnahme von Naumburger Dom und hochmittelalterlicher Herrschaftslandschaft an Saale und Unstrut ab. Aber die Antragsteller dürfen ihre Bewerbung umfassend überarbeiten und frühestens im Februar 2016 wieder einreichen. Danach dauert es wieder eineinhalb Jahre bis zur Entscheidung. Ursprünglich sollte der Antrag zum Naumburger Dom auf Empfehlung des Weltdenkmalrats ICOMOS sogar unwiderruflich abgelehnt werden.

"Mir fällt ein Stein vom Herzen", sagte der Vorsitzende der Bewerbungsinitiative Götz Ulrich nach dem Unesco-Votum. Die Region werde den Antrag zügig überarbeiten. Der Naumburger Dom zählt zu den bedeutendsten Kirchenbauten des Hochmittelalters. Berühmt ist die Kirche wegen ihrer zwölf überlebensgroßen Stifterfiguren.

dpa

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