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Spenden für Altar in Ruhland

Restaurierung Spenden für Altar in Ruhland

In diesem Jahr richtet die Spendenaktion „Vergessene Kunstwerke“ ihr Augenmerk auf den spätmittelalterlichen Altar der Stadtkirche in Ruhland (Oberspreewald-Lausitz). Insektenfraß hat dem guten Stück zugesetzt, etwa 20 000 Euro sind nötig, um die Restaurierung zu finanzieren. Im letzten Jahr wurde für Ornamente einer Orgel in Bernau gesammelt.

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Spätmittelalterlicher Altar in Ruhland.

Quelle: Landesamt für Denkmalpflege

Ruhland. Altes Holz sei für Insekten nicht so schmackhaft wie das junge Holz, sagt Landeskonservator Thomas Drachenberg, und dennoch hätten sich die Schädlinge mit Macht durch den Altar gefressen. Er ist Teil der spätmittelalterlichen Stadtkirche von Ruhland (Landkreis Oberspreewald-Lausitz), sie brannte 1768 nieder und wurde in der heutigen Form 1772 wieder aufgebaut – mit zweigeschossiger Empore. „Man sieht daran, was es damals für einen Bedarf gab, die Leute unterzubringen“, sagt Drachenberg. Die Menschen aber strömen nicht mehr in die Kirchen. Doch die Insekten arbeiten dort weiterhin: Um den ramponierten Altar der Kirche zu retten, steht sie dieses Jahr im Mittelpunkt der Spendenaktion „Vergessene Kunstwerke“, die sakralen Objekten zugutekommt.

Drachenberg stellte am Mittwoch gemeinsam mit Brandenburgs Kulturministerin Sabine Kunst, Bischof Markus Dröge und Bernd Janowski vom Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg das aktuelle Spendenprojekt vor. Im siebten Jahr rückt eine märkische Kirche in den Fokus, der geholfen wird. Gesamt 100 000 Euro kamen bislang zusammen, davon 13 500 Euro im letzten Jahr für die Schnitzfiguren der ehemaligen Scherer-Orgel von 1573 in der Bernauer St-Marienkirche.

Ministerin Sabine Kunst sieht die privaten Spenden als Zeichen bürgerschaftlichen Engagements. Und betonte, dass zudem das Land Brandenburg jährlich mit etwa 1,5 Millionen Euro die Restaurierung der Kirchen fördere. Seit 1990 konnten mit EU, Bund, Kirchen und Förderkreis rund 320 Stadtkirchen, 1500 Dorfkirchen, 17 Klosteranlagen und 260 Pfarrhäuser in der Mark gesichert werden.

info Kontakt zu „Vergessene Kunstwerke“ unter www.bldam-brandenburg.de/aktuelles

Von Lars Grote

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