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Stätten aus China, Indien und Iran sind Welterbe

Denkmäler Stätten aus China, Indien und Iran sind Welterbe

Drei Tage lang berät die Unesco über die Aufnahme von Stätten ins Welterbe. Mehrere davon schaffen es zum Auftakt auf die begehrte Liste. Aus Deutschland gibt es dieses Mal nur eine Nominierung.

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Die Ausgrabungsstätte von Nalanda Mahavihara in Indien ist Weltkulturerbe.

Quelle: Rajneesh Raj

Istanbul. Die Unesco hat am Freitag mehrere Stätten aus Europa und Asien zum Weltkulturerbe erklärt, darunter das antike Philippi in Griechenland. Philippi sei ein "außergewöhnliches Zeugnis der Eingliederung von Regionen ins Römische Reich", hieß es in der Beschlussempfehlung.

Überreste der Kirchen in dem Ort auf der antiken Route von Europa nach Asien zeugten vom frühen Wachstum des Christentums. Die Unesco berät noch bis Sonntag in der türkischen Metropole Istanbul über die Aufnahme von insgesamt 27 nominierten Stätten in die Liste des Welterbes.

Deutschland ist in diesem Jahr nur mit einer Nominierung dabei: Zwei Häuser der Stuttgarter Weissenhofsiedlung sind Teil eines Antrags aus sieben Ländern, der das Werk des schweizerisch-französischen Architekten und Stadtplaners Le Corbusier (1887-1965) würdigen will. Wann das Welterbekomitee bei der Tagung in Istanbul über diesen Antrag entscheidet, war zunächst noch offen.

Zum Auftakt der Beratungen nahm die Kulturorganisation der Vereinten Nationen am Freitag Stätten aus China, Indien, dem Iran, Mikronesien, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Montenegro, Serbien, Griechenland und Spanien in die Welterbeliste auf. Welterbe sind jetzt unter anderem die Felsmalereien der Kulturlandschaft am Hua Shan und am Fluss Zuo Jiang im Süden Chinas. Sie stammen aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. bis zum 2. Jahrhundert n. Chr. und illustrieren Leben und Rituale des Volks der Luoyue.

Aus Indien wurde die Ruinenstadt von Nalanda im Osten des Landes aufgenommen. Dort befand sich einst eine große buddhistische Universität. Zum Welterbe zählt nun auch das persische Qanat-Bewässerungssystem, ein System von Brunnen und Kanälen zur Bewässerung vor allem in Wüstengebieten.

Auf die Liste genommen wurden außerdem Nan Madol, eine Ruinenstadt auf 99 künstlichen Inseln in Ost-Mikronesien, und die mittelalterlichen Grabsteine auf dem Gebiet des früheren Jugoslawiens. Zum Weltkulturerbe dürfen sich außerdem die Megalithgräber Dólmenes de Antequera in Spanien zählen.

Die größte Zahl der Anträge auf Aufnahme in die Liste des Welterbes betreffen das Kulturerbe, etwa die Le-Corbusier-Häuser. Außerdem liegen Anträge auf Aufnahme als Naturerbe vor, etwa für die Wüste von Lut im Iran. Zudem gibt es gemischte Nominierungen für Kultur- und Naturerbe, darunter der Kangchendzönga-Nationalpark in Indien oder das Biosphärenreservat Pimachiowin Aki in Kanada.

dpa

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