Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Kultur Stanisic und Streeruwitz auf Longlist - Mosebach nicht
Nachrichten Kultur Stanisic und Streeruwitz auf Longlist - Mosebach nicht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:17 13.08.2014
Sasa Stanisic gehört zu den Nominierten für den Deutschen Buchpreis. Quelle: Arno Burgi
Frankfurt/Main

Gegenwartsromane sind darunter wie auch historische Stoffe - und renommierte Autoren wie auch Debütanten.

Dass aber Mosebachs "Blutbuchenfest" unter den Tisch gefallen ist, hält ARD-Literaturkritiker Denis Scheck für einen "Skandal". Mosebach hätte unbedingt auf die Longlist gehört, sagt auch Rainer Moritz, Chef des Hamburger Literaturhauses.

Außer Mosebach, dessen neuer Roman in den Feuilletons durchaus kontrovers besprochen wurde, fehlt von der Prominenz auch Wilhelm Genazino und vor allem Judith Hermann mit ihrem soeben erschienenen Stalker-Roman "Aller Liebe Anfang". Aber eine Jury kann es nie allen recht machen. Insgesamt hält auch Scheck die Liste, die am 10. September auf sechs Titel reduziert wird, für durchaus ausgewogen.

Geschafft in die Longlist haben es hochambitionierte Autoren wie Angelika Klüssendorf, Michael Köhlmeier, Ulrike Draesner, Heinrich Steinfest, Lutz Seiler oder Feridun Zaimoglu. Aus der Schweiz sind mit Gertrud Leutenegger, Charles Lewinsky und Lukas Bärfuss gleich mehrere prominente Namen vertreten.

Die Jury hat auch Sinn für Selbstironie bewiesen: Mit dem Roman der Wienerin Marlene Streeruwitz "Nachkommen" wurde ein Buch nominiert, das mit der branchenüblichen Marketing-Hysterie beim Deutschen Buchpreis abrechnet. Streeruwitz weiß, wovon sie spricht: Sie stand 2011 schon auf der Shortlist. Klüssendorf war im selben Jahr mit ihrem herben DDR-Roman "Das Mädchen" ebenfalls schon einmal nominiert. Jetzt hat sie es mit ihrem Fortsetzungsroman "April" erneut geschafft.

Auch Hettche, der vor acht Jahren im Finale ein heißer Anwärter auf den Preis war, kann sich wieder Hoffnungen machen. Sein Roman, der sich historisch mit der Pfaueninsel in der Havel beschäftigt, gilt als einer der Favoriten - auf alle Fälle für die Shortlist. Da sind sich Kritiker wie Scheck und Moritz einig. Ganz hoch wird Lutz Seiler mit seinem Anfang September erscheinenden Wende-Roman "Kruso" gehandelt, der auf der Ostsee-Insel Hiddensee spielt.

Auch das hochgelobte Buch des Deutsch-Bosniers Stanisic spielt in der ehemaligen DDR. Der uckermärkische Dorfroman "Vor dem Fest" hat bereits im Frühjahr auf der Leipziger Buchmesse den Belletristik-Preis erhalten. Ob das bei der Kür des Gewinners am 6. Oktober in Frankfurt für oder gegen ihn spricht, bleibt offen. Letztlich sollten taktische Erwägungen keine Rolle spielen, meint Moritz. "Das beste Buch sollte gewinnen."

Der Sieger beim Deutschen Buchpreis, den der Dachverband der Branche zum zehnten Mal organisiert, erhält 25 000 Euro. Noch viel interessanter ist aber die Chance, ganz oben auf die Bestsellerliste zu kommen.

dpa

Model und Moderatorin Eva Padberg (34) fühlt sich nach dem aktuellen Normalo-Modetrend, Normcore genannt, immer gut angezogen. "Der Spießerlook ist unauffällig, aber sehr hip", sagte Padberg am Rande von Dreharbeiten für die dritte Staffel ihrer Show "InStyle - Das TV-Magazin", die ab Ende September im Bezahlfernsehsender TNT Glitz läuft.

13.08.2014

Ein "Double" von Fußballstar Manuel Neuer (28) kommt ins Berliner Wachsfigurenkabinett. "Er ist der meistgewünschte unserer Fußball-Helden und steht somit stellvertretend für die gesamte Nationalmannschaft und die gewonnene WM", sagte die Generalmanagerin von Madame Tussauds Berlin, Sandra Schmalzried, am Mittwoch.

13.08.2014

Die Schauspielerin Eva Mendes (40) wollte früher Nonne werden - und dann kam Romy Schneider. "Nie werde ich vergessen, wie ich als junges Mädchen zum ersten Mal "Der Swimmingpool" gesehen habe: Die Szene, in der Alain Delon mit einem Zweig den Rücken von Romy Schneider streichelt - das war das Erotischste, was mir je untergekommen war.

13.08.2014