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Kultur Steinmeier: DDR-Schau im Barberini ist „Meilenstein“
Nachrichten Kultur Steinmeier: DDR-Schau im Barberini ist „Meilenstein“
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09:22 29.10.2017
Bundespräsident Frank Walter Steinmeier und Ehefrau Elke Büdenbender vor dem Gemälde „Das Atelier“ von Bernhard Heisig im Museum Barberini. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Feierlicher Festakt zum Start der neuen Ausstellung im Potsdamer Museum Barberini. Die DDR-Schau „Hinter der Maske“ wurde am Samstagabend von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier offiziell eröffnet. In seiner Rede würdigte Steinmeier die Ausstellung als wichtigen Meilenstein auf dem Weg der Vereinigung von Ost und West. „Diese Ausstellung wird uns die Augen öffnen“, sagte das Staatsoberhaupt bei der Vernissage in der brandenburgischen Landeshauptstadt. Fast 30 Jahre nach der Deutschen Einheit würde die DDR Kunst neu gesehen werden.

In der Ausstellung sei vieles Kostbare vielleicht zum ersten Mal zu entdecken, das zum gemeinsamen nationalen Erbe gehöre, sagte der Bundespräsident von rund 400 geladenen Gästen, darunter viele Künstler wie Cornelia Schleime, Hartwig Ebersbach, Micha Brendel oder Ronald Paris. „Die Leinwand war für die Künstler in Ost und West oft gleich leer und gleich weiß, der kreative Prozess war auf beiden Seiten ein Ringen um den Eigensinn und die Angemessenheit des Ausdrucks“, ergänzte das Staatsoberhaupt.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Samstag die neue Ausstellung zur DDR-Kunst im Potsdamer Museum Barberini eröffnet. Bis zum 4. Februar werden dort rund 100 Werke aus der DDR-Zeit gezeigt. Im Mittelpunkt stehen die Künstler und ihr Selbstverständnis.

Steinmeier würdigte das Ringen der Künstler in der DDR um ein eigenes Kunstverständnis. Keiner der in der Schau vertretenen Künstler stehe für eine Kunst nur um der Kunst willen. „Wohl aber für ein Verständnis von Kunst, das auch innerhalb eines Systems, das alles und jeden für sich und seine Ziele in Dienst nehmen möchte, den Anspruch erhebt, zunächst als Kunst wahr- und ernstgenommen zu werden“, betonte Steinmeier.

Bei den ersten Besuchern kam die Ausstellung am Samstagabend weitgehend gut an. Bei mach einem weckte das Wiedersehen mit den großformatigen Gemälden aus dem 2006 abgerissenen Palast der Republik nostalgische Gefühle. „Es war ja auch nicht alles schlecht“, lachte etwa Manfred Wäsche von der Industrie- und Handelskammer Potsdam, als er vor dem Bild „Dürfen Kommunisten träumen?“ von Walter Womacka stand. Doch das größte Interesse galt freilich den 120 anderen Werken von 87 Künstlern, die sich im Spannungsfeld von offizieller Staatskunst, Randständigkeit und Underground bewegten.

Schau ab Sonntag für Publikum geöffnet

Die Schau ist ab Sonntag für das Publikum geöffnet. Unter dem Titel „Hinter der Maske. Künstler in der DDR“ werden bis zum 4. Februar vor allem Gemälde, aber auch Skulpturen, Fotografien und Collagen aus der DDR-Zeit gezeigt. Vertreten sind unter anderen Wolfgang Mattheuer (1927-2004), Bernhard Heisig (1925-2011), A. R. Penck (1939-2017) und Evelyn Richter (1930 geboren).

Im Mittelpunkt stehe nicht der politische Blick auf die Kunst im Sozialismus, wie Kurator Michael Philipp betonte. Vielmehr werden die Künstler und ihr Selbstverständnis beleuchtet. In den Themenräumen sind unter anderem Selbstporträts, Atelierbilder und Gruppenbildnisse zu sehen. Daneben sind erstmals seit mehr als 20 Jahren auch 16 großformatige Werke aus der Galerie des Palasts der Republik zu sehen.

Von MAZonline/Mathias Richter

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