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Kultur Stimmungshoch in der Medienbranche
Nachrichten Kultur Stimmungshoch in der Medienbranche
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00:17 26.05.2015
In der Region sind mittlerweile 62 000 Menschen in der Medienbranche beschäftigt. Quelle: DPA
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Potsdam


Und der positive Trend soll anhalten. Laut Medienbarometer rechnet mehr als die Hälfte (54 Prozent) der befragten Brandenburger und Berliner Unternehmen mit steigenden Umsätzen für das laufende Jahr, was sich auch auf die Job-Entwicklung auswirkt: Neue Mitarbeiter werden gesucht, 55 Prozent der Unternehmen wollen einstellen, vor allem die Computerspiele-Branche sucht händeringend Fachkräfte. Auch die IT-Branche will ihr Personal aufstocken. Kein Wunder, geben doch immer mehr Deutsche immer weniger Geld für Radio und Fernsehen aus. Mobiler Medienkonsum ist angesagt. Tablets liegen im Trend und vor allem auf den Handys spielt sich viel ab.

Auslandsgeschäft im Fokus

In der aktuellen Ausgabe des Medienbarometers wurden die Unternehmer auch nach ihren Auslandsaktivitäten gefragt.

Das Ergebnis: Bereits zwei Drittel (66 Prozent) der Unternehmen sind schon international unterwegs.

Der europäische Binnenmarkt spielt dabei für 82 Prozent der Befragten die größte Rolle. Mehr als die Hälfte der Unternehmen (55 Prozent) pflegen aber auch Geschäftsbeziehungen mit den USA und Kanada und 41 Prozent mit Asien.

Als wichtigste Zukunftsthemen für ihre Branchen nannte mehr als die Hälfte (57 Prozent) der befragten Unternehmer digitale Geschäftsmodelle, und 43 Prozent gaben technologische Innovationen an. Deutlich dahinter rangieren in der Öffentlichkeit stark diskutierte Themen wie Urheberrecht (27 Prozent), Datenschutz (17 Prozent) oder Netzpolitik (14 Prozent).

„Mittlerweile haben 63 Prozent der Deutschen ein Smartphone, das für Spiele genutzt wird, zum Musik hören, für Apps und ähnliches. Und diese Inhalte entstehen vor allem in der Hauptstadtregion “, sagt Andrea Peters, Vorstandschefin des Branchennetzwerks Medianet, das mit dem Medienboard den Geschäftsklima-Index herausbringt. „Das sind hervorragende Ergebnisse für unsere Region. Die Medienbranche wird weiter wachsen, aber ausruhen dürfen wir uns darauf nicht“, so Elmar Giglinger.

Deshalb hat die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) ein neues Förderprogramm aufgelegt, um Unternehmen zu unterstützen, digitale Geschäftsmodelle und technologische Innovationen leichter auf den Weg zu bringen. „Profit Brandenburg“ heißt das Programm, für das 200 Millionen Euro bis zum Jahr 2020 zur Verfügung stehen. „Durch Zuschüsse und Darlehen wollen wir Unternehmen bei ihrer Markteinführung unterstützen. Da entstehen ja sehr hohe Kosten, vor denen viele zurückschrecken“, erklärt Garbriela Pantring von der ILB. Auch internationale Aktivitäten will die ILB damit fördern: „Wir wollen die Teilnahme an internationalen Messen unterstützen und leisten Beratung, wenn es darum geht, sich über ausländische Märkte zu informieren“, so Pantring. 77 Prozent der befragten Unternehmen planten schließlich derzeit die Ausweitung ihres Geschäfts ins Ausland.

Für das diesjährige Medienbarometer wurden 404 Unternehmen der Hauptstadtregion im Auftrag des Medienboards Berlin-Brandenburg und des Bündnis Medianet der beiden Länder befragt.

Von Claudia Palma

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