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Studie: Kunstmarkt schrumpft - "Unvermeidliche Abkühlung"

Kunst Studie: Kunstmarkt schrumpft - "Unvermeidliche Abkühlung"

Auf dem Kunstmarkt sind die Jahre des ungebremsten Wachstums möglicherweise erst einmal vorbei: Im vergangenen Jahr ging es jedenfalls abwärts, sagt eine Studie.

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Picassos Gemälde «Les femmes d'Alger» hat im vergangenen Jahr einen Rekordpreis von 179 Millionen Dollar erzielt.

Quelle: Jason Szenes

Maastricht. Der Weltkunstmarkt hat sein Allzeithoch von 2014 im vergangenen Jahr nicht mehr halten können und einen Umsatzrückgang von sieben Prozent verzeichnet.

Nach dem spektakulären Wachstum der letzten Zeit sei nun "eine unvermeidliche Abkühlung" eingetreten, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten jährlichen "Art Market Report" der Kunstmesse TEFAF in Maastricht. Von 68 Milliarden Dollar fiel der weltweite Umsatz demnach auf 63 Milliarden Dollar (57,5 Milliarden Euro). Die Zahl der Verkäufe ging um zwei Prozent auf 38 Millionen zurück.

Die USA bauten ihre Position als größter Markt aus (43 Prozent) und liegen nun deutlich vor Großbritannien (21 Prozent) und China (19 Prozent), das aufgrund eines Umsatzeinbruchs auf den dritten Platz zurückfiel. Deutschland spielt eine eher untergeordnete Rolle mit einem Fünf-Prozent-Anteil am EU-Kunstmarkt. Großbritannien mit den Auktionshäusern Christie's und Sothebys's hält hier 64 Prozent.

Das größte Marktsegment ist Nachkriegskunst und zeitgenössische Kunst. Der bestverkaufte Künstler war hier Andy Warhol. Bei Werken der klassischen Moderne führte Picasso. Sein Gemälde "Les femmes d'Alger" hatte im vergangenen Jahr einen Rekordpreis von 179 Millionen Dollar erzielt.

Dies spiegelt dem Bericht zufolge die zunehmende Polarisierung des Marktes wider. 90 Prozent aller versteigerten Kunstwerke erzielten 2015 zum Beispiel weniger als 50 000 Dollar, doch machten sie zusammen nicht mehr als zwölf Prozent des gesamten Umsatzes aus. Das meiste Geld wurde mit den Spitzenwerken einiger weniger berühmter Künstler gemacht.

dpa

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