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Mads Mikkelsen: Spaß in Beelitz-Heilstätten

Studio-Babelsberg-Koproduktion „Men & Chicken“ kommt am 2. Juli ins Kino Mads Mikkelsen: Spaß in Beelitz-Heilstätten

Eine so bizarre wie wundervolle Familiengeschichte hat der dänische Regisseur Anders Thomas Jensen mit „Men & Chicken“ gedreht – Koproduzent war Studio Babelsberg, gedreht wurde auch in Beelitz-Heilstätten. Am 2. Juli kommt die schwarze Komödie ins Kino, am Donnerstag wurde in Berlin schon mal vorgefeiert.

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Ablachen am Set in Beelitz-Heilstätten: Regisseur Anders Thomas Jensen (2.v.r.) mit Mads Mikkelsen, Nicolas Bro und Søren Malling (v.l.).

Quelle: DCM

Babelsberg. Einmal Huhn sein – und mit Mads Mikkelsen kuscheln! In der von Studio Babelsberg koproduzierten und in Beelitz-Heilstätten gedrehten Familienkomödie „Men & Chicken“ spielt der schnieke Däne Elias, einen Sonderling mit Masturbationszwang. Zwar allzeit bereit, aber null Schlag bei Frauen. Während die vier genauso schrägen Film-Brüder immerhin spezielle Mädels abbekommen, geht Elias leer aus und muss Hühner lieben. Weiter weg von der Realität geht’s kaum, gilt doch der 49-Jährige spätestens seit seiner Rolle als Bond-Bösewicht in „Casino Royale“ (2006) als, äh, Sexsymbol. Nicht so in „Men & Chicken“. Mikkelsen trägt Lockenpracht, Schnauzer, Narben, schmierige Klamotten.

Seine Rolle als Frauenschwarm füllte der Mads – braun gebrannt, in Jeans, Shirt und Lederjacke – dann wieder zur internen Premiere von Filmstudio und DCM-Kinoverleih am Donnerstagabend in der Berliner „Astor Filmlounge“ aus. Etliche weibliche Fans warteten vor dem Edelkino auf ein Selfie mit dem superfreundlichem Superstar – und die gab’s dann auch. Am Freitag feierten Regisseur Anders Thomas Jensen, Mikkelsen und seine Kollegen Nicolas Bro, Søren Malling und David Dencik beim 33. Filmfest München offizielle Deutschlandpremiere. Allein Nikolaj Lie Kaas ließ sich wegen eines Filmprojekts entschuldigen.

Mikkelsen erzählt, dass er Berlin mag: „Die Gegensätze, die verrückten Leute – in Europa ist das meine Lieblingsstadt.“ Und was ist mit Potsdam, mit dem Traditionsfilmstudio Babelsberg? „Nee, kann ich nicht leiden“, sagt’s und grinst breit. „Haha, quatsch. Babelsberg ist ein Ort voller Historie, die Filme die dort gedreht wurden sind großartig. Die Leute von der Babelsberger Crew sind absolut professionell, meine Erinnerungen an die Drehs phantastisch.“ Viermal stand der 49-Jährige in Babelsberg vor der Kamera, drehte das Widerstandsdrama „Tage des Zorns“, das Abenteuer „Die drei Musketiere“ sowie den Thriller „Die Tür“ (den nicht das Studio koproduzierte). Mikkelsen parliert auf Englisch, sein Deutsch besticht durch putzigen Charme, wie der Eintrag im Gästebuch des Filmstudios zeigt: „Hallo Babelsberg! Nochmal danche für ein(e) grozzartige Zeit!“

Immobiler Star der schwarzhumorigen Komödie sind die einstigen Lungenheilstätten in Beelitz, in denen das Team knapp drei Wochen drehte. „Ein unglaublicher, bisschen horrormäßiger und gleichzeitig schöner Ort – absolut perfekt für unseren Film“, lobt der Regisseur. „Der Schauplatz ist wie ein Geschenk gewesen“, pflichtet Mikkelsen bei. Das ohnehin verwunschene Areal präparierten die Kulissenbauer des studioeigenen Art Department vor den Dreharbeiten im Frühjahr 2014, ließen es noch abseitiger wirken.

Studio-Vorstand und Koproduzent Christoph Fisser erinnert sich an die „großartige Zusammenarbeit mit dem gesamten Team. Kim und Tivi Magnusson zählen zu den bedeutendsten Filmproduzenten in Europa. Anders Thomas Jensen ist ein begnadeter Regisseur und Autor“. Und die Schauspielerriege sei nicht nur in Dänemark bekannt, sondern auch international. „Mads Mikkelsen ist ein großer Babelsberg-Fan und begeistert von den Möglichkeiten, die wir hier bieten“, freute sich Fisser.

Nun hat Mikkelsen seine Kollegen mit dem Babelsberg-Virus angesteckt. Überschwänglich die Kommentare im Gästebuch des Studios. „So viel Geschichte – wow“, schwärmt Nicolas Bro, der sich freute, Teil einer Babelsberger Produktion gewesen zu sein. David Dencik meint: „You guys rock!“ und bedankt sich für die stets professionelle Zusammenarbeit. Søren Malling hebt eine „wundervolle Zeit“ hervor, Nikolaj Lie Kaas Gastfreundschaft und Großzügigkeit der Babelsberger. Und alle wollen sie gern für ein neues Projekt wiederkommen – da sagen wir doch: Bitte, unbedingt!!

Von Ricarda Nowak

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