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Swift unterstützt Kesha im Prozess gegen Produzenten

Leute Swift unterstützt Kesha im Prozess gegen Produzenten

Psychischer Missbrauch, sexuelle Gewalt unter Drogen, öffentliche Beleidigungen - die Vorwürfe gegen Star-Produzent Dr. Luke wiegen schwer. Weil die Sängerin Kesha mit ihrer Klage nur langsam vorankommt, erhält sie nun Rückendeckung von einer berühmten Kollegin.

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Taylor Swift hilft ihrer Kollegin.

Quelle: Jimmy Morris

Los Angeles. Hilfe unter Musikerinnen: Die Grammy-Gewinnerin Taylor Swift (26) hat 250 000 Dollar an ihre Sängerkollegin Kesha ("Tik Tok") gespendet, um sie in einem Rechtsstreit zu unterstützen. Die Summe - umgerechnet etwa 225 000 Euro - bestätigte am Montag Swifts Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Die 28-jährige Kesha will den Plattenvertrag mit ihrem langjährigen Produzenten auflösen, dem sie unter anderem sexuellen Missbrauch vorwirft. Ein New Yorker Gericht hat einen Antrag auf einstweilige Verfügung allerdings abgewiesen.

Kesha und Lukasz "Dr. Luke" Gottwald hatten sich im Oktober 2014 gegenseitig verklagt. Kesha wirft dem Produzenten vor, sie über zehn Jahre psychisch manipuliert zu haben, um Kontrolle über ihr Leben und ihre Karriere zu erlangen, heißt es in der Klageschrift. Einmal soll er ihr K.o.-Tropfen verabreicht, sie vergewaltigt und anschließend gedroht haben, ihre Karriere und ihr Privatleben zu zerstören, wenn der Fall öffentlich würde. Auch in einem Flugzeug soll er sie sexuell bedrängt haben. Zudem habe er Keshas Musik, Kleidung, Körper und Auftreten immer wieder beleidigt, teils vor anderen. Anfang 2014 hatte Kesha sich in einer Klinik wegen Magersucht behandeln lassen.

Dr. Luke zog dagegen wegen Verleumdung und Vertragsbruchs vor Gericht und wirft der Sängerin vor, ihn unter Druck zu setzen, um vorzeitig aus dem Vertrag mit seinem zu Sony gehörenden Label Kemosabe Records auszusteigen. Zudem stehe ihr die Wahl eines anderen Produzenten des Labels für ihre weitere Arbeit frei. Der Star-Produzent arbeitete schon mit Britney Spears und Kelly Clarkson und spielte zuvor zehn Jahre als Gitarrist in der Late-Show "Saturday Night Live".

Keshas Antrag stattzugeben, würde vom Gericht erfordern, einen "hart verhandelten und für die Branche typischen Vertrag zu schwächen", sagte Richterin Shirley Kornreich am Freitag laut "Washington Post". Endgültig entschieden ist der Streit damit aber noch nicht. Laut Vertrag ist Kesha verpflichtet, sechs weitere Alben mit Dr. Lukes Label aufzunehmen.

In den vergangenen Tagen hatten sich mehrere bekannte Musikerinnen in sozialen Netzwerken solidarisch mit der Sängerin gezeigt, darunter Kelly Clarkson, Ariana Grande und Lady Gaga. Die 29-Jährige Gaga sagte, sie bewundere Keshas Mut, da sich der Prozess in der Öffentlichkeit abspiele.

dpa

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