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Synode segnet Millionenkredit für Garnisonkirche ab

Kirche Synode segnet Millionenkredit für Garnisonkirche ab

Der Turmbau zu Potsdam bekommt immer mehr Unterstützung. Die Landeskirche wird dem Projekt mehr als drei Millionen Euro leihen. Und auch die EKD möchte mit einem Darlehen ein Zeichen setzen.

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Eine Fotomontage mit der Garnisonkirche am historischen Standort in Potsdam.

Quelle: Bernd Settnik

Berlin. Ein kirchlicher Millionenkredit stellt den geplanten Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche auf ein festeres Fundament. Die Frühjahrssynode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz beschloss am Samstag, das Projekt mit einem zinslosen Darlehen von 3,25 Millionen Euro zu unterstützen.

Voraussetzung sei, dass die Finanzierung des ersten Bauabschnitts in Höhe von 26 Millionen Euro gesichert ist. Ein weiterer Geldsegen könnte folgen: Die Evangelische Kirche plant ein 1,5-Millionen-Darlehen, das aber noch abgesegnet werden muss.

Die Synode bezieht sich in ihrem Beschluss explizit auf den Aufbau des Turms, nicht auf eine mögliche Rekonstruktion des Kirchenschiffs. Die Förderer des Wiederaufbaus hatten zuletzt klargestellt, dass es nur noch für den Turm der 1968 gesprengten Kirche konkrete Pläne gibt. Damit waren sie Gegnern des Projekts entgegengekommen, die bei mehr Raumbedarf den Abriss benachbarter DDR-Architektur fürchten.

Die Stiftung Garnisonkirche sprach nach dem Beschluss des Kirchenparlaments von einem "großartigen Zeichen" und einer "guten Grundlage, um die Finanzierungslücke so schnell wie möglich zu schließen". Die Gesamtkosten liegen bei 37,8 Millionen.

Die Garnisonkirche, die als Hauptwerk des preußischen Barock gilt, war zu DDR-Zeiten gesprengt worden, obwohl sie nicht einsturzgefährdet war. Die Wiederaufbaupläne sind in Potsdam umstritten. Gegner der Rekonstruktion sehen in dem Bau ein Symbol des Militärstaats Preußen, Befürworter schmerzt die bisherige Lücke im Stadtbild.

Kritiker in der Landesynode brachten unter anderem vor, der Aufbau sei nicht notwendig, das Geld solle besser in Jugendarbeit fließen. Es wurden Bedenken geäußert, dass ein neues Gebäude nicht authentisch sei und der historischen Vergangenheit nicht gerecht werde.

Auch die Evangelische Kirche in Deutschland stellt ein Darlehen in Aussicht. Der Rat der EKD habe Ende März beschlossen, mit 1,5 Millionen Euro an die Stiftung seine Unterstützung für das Projekt auszudrücken, sagte die Präses der EKD-Synode, Irmgard Schwaetzer.

dpa

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