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17:34 04.06.2015
Schauspieler Jörg Hartmann in der Friedenskirche. Quelle: Bernd Gartenschläger
Sanssouci

Tatort Weltkulturerbe: Im Einsatz für die schwer sanierungsbedürftige Friedenskirche befindet sich TV-Kommissar Jörg Hartmann seit Donnerstag, wird als Botschafter für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) um Spenden und Mitstreiter werben. Der Wahl-Potsdamer hat zu dem schwindsüchtigen Bauwerk (undichte Seitendächer, brüchige Marmorfußböden, Schäden am Glockenturm) eine besondere Beziehung. 2005 wurde in dem Gotteshaus seine inzwischen elfjährige Tochter getauft. „Und die Friedenskirche liegt auf meiner Joggingstrecke“, erzählt der Schauspieler („Tatort“, „Weissensee“) mit dem sonoren Timbre, leger in Lederjacke, Shirt und Levis-Jeans zu Cowboy-Boots. Zum Paten wurde der 45-Jährige aber erst über Potsdam-typische „drei Ecken“.

Hartmann und Stadtkirchenpfarrer Simon Kuntze, habe einen gemeinsamen Freund namens Dietrich, außerdem gehen ihre Töchter auf dieselbe Schule. Kuntze fragte also die Paten-Aufgabe an, und Hartmann sagte zu. Gestern die Vor-Ort-Besichtigung in „Potsdams schönster Kirche“, schwärmte der TV-Star: „Man fühlt sich fast wie in Rom.“ Damit der Zauber des Ortes auch künftig wirkt, müssen mehr als sechs Millionen Euro in die Hand genommen werden – so viel verschlingt die Sanierung. „Wir sind für Hilfe dankbar“, sagte Ulrike Wagner, Bereichsarchitektin Sanssouci der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten. Noch in diesem Jahr soll im Teich vor der Kirche ein Gerüst aufgestellt werden, von dem aus das Dach geöffnet und die Schäden am Apsis-Mosaik endoskopisch untersucht werden. 2016 soll die Sanierung der Seitendächer starten. Kosten: rund 900 000 Euro. Im zweiten Bauabschnitt sei der Turm (3,5 Millionen Euro) dran. Geld muss also dringend her.

Die Spendentrommel will Hartmann schon beim Stadtteilfest in Potsdam-West am 13. Juni rühren.

Apsis-Mosaik aus dem 13. Jahrhundert

Beliebte Hochzeitskirche und Vorzeigekirche der Hohenzollern – das ist die Friedenskirche, erbaut von 1845 bis 1848. Im Gotteshaus mit dem 42 Meter hohen Campanile (Glockenturm) spiegelt sich die große Italien-Begeisterung ihres Bauherren, Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV., wider.

Im Innenraum der Kirche befindet sich ein originales Apsis-Mosaik aus dem 13. Jahrhundert, das ursprünglich aus San Cipriano auf der Insel Murano bei Venedig stammte und heute als einziges erhaltenes byzantinisches Mosaik nördlich der Alpen gilt.

Unter den Altar-Stufen der Friedenskirche befindet sich die Gruft Friedrich Wilhelm IV. (1795-1861) und seiner Gemahlin Elisabeth Ludovika (1801-1873).

Hartmanns Paten-Kollegen sind Hohenzollern-Chef Georg Friedrich Ferdinand Prinz von Preußen, SPD-Generalsekretärin und Friedenskirch-Gemeindemitglied Ursula Weyrauch.

Infos und Spendenkonto: www.denkmalschutz.de/friedenskirche

Von Ricarda Nowak

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