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Taylor Swift räumt bei MTV Video Music Awards ab

Musik Taylor Swift räumt bei MTV Video Music Awards ab

Musiksender nennt sich MTV selbst nicht mehr, aber am Musik-Image verdient der Sender noch recht gut. So ist der Abend der Videopreise jedes Jahr Bühne für Stars und inszenierte Skandale - und manchmal sogar für hochpolitische Ankündigungen.

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Taylor Swift ist momentan das Maß aller Dinge. Foto: Paul Buck

Los Angeles. So strahlen kann nur Taylor Swift, und die 25-Jährige hatte auch allen Grund dazu: Mit vier Mondmännern war die einstige Countrysängerin beim einstigen Musiksender MTV die große Gewinnerin bei den MTV Video Awards in Los Angeles. Und trotzdem: Tagesgespräch wird wohl jemand anderes sein.

Zehnmal war Swift nominiert, viermal gewann sie. Zweimal für "Blank Space" und zweimal für "Bad Blood". Letzteres bekam auch den Preis in der wichtigsten Kategorie als "Bestes Video des Jahres". In dem martialischen Filmchen spielen Stars wie Jessica Alba, Mariska Hargitay, Karlie Kloss, Ellen Pompeo und Cindy Crawford mit. Es wurde bislang etwa eine halbe Milliarde Mal angeschaut. Das ist nicht Rekord, aber das Video ist auch erst drei Monate alt - und Swift derzeit unbestritten die Königin von Pop und Musikvideo.

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Britney Spears gab sich die Ehre bei den MTV Video Music Awards in Los Angeles.

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Das Video war im Mai allein in den ersten 24 Stunden 20,7 Millionen Mal angeklickt worden. Damit wurde der Rekord von Nicki Minajs "Anaconda" gebrochen - Minaj hatte Swift später auf Twitter heftig angegriffen. Ihr hatte es nicht gepasst, dass ihr Clip nicht für den Preis als bestes Video, sondern nur als bestes Hip-Hop-Video nominiert war. Für sie ein Zeichen für Vorbehalte gegenüber farbigen Sängerinnen im Musikgeschäft - und für Swift ein persönlicher Angriff. Ein inszenierter Streit? Jedenfalls traten die beiden bei den Video Music Awards gemeinsam auf und umarmten sich. 

Dafür legte sich Minaj mit Moderatorin Miley Cyrus an - bei ihrer Dankesrede, nachdem sie dann doch den Preis für "Anaconda" als bestes Hip-Hop-Video gewonnen hatte. "Nun zurück zu diesem Miststück, das neulich in der Presse viel über mich zu sagen hatte", sagte Minaj und deutete auf Cyrus. Die hatte sich kürzlich in der "New York Times" zum Twitter-Streit mit Swift geäußert und Minaj als "nicht sonderlich nett" bezeichnet.

Derweil wurden Cyrus' Kostüme von Minute zu Minute knapper. Legendär ist nach wie vor ihr "Twerking", das übertrieben reizvolle Wackeln mit dem Po, bei der Preisverleihung vor zwei Jahren. "Ich habe schon so ziemlich alles auf dieser Bühne gemacht. Nur nichts, was mich zur Moderation qualifiziert, aber hier bin ich jetzt", sagte sie. MTV könne ihr nur aus einem Grund den Job gegeben haben: "Die haben das als einzige Chance gesehen, mich von einem Auftritt abzuhalten."

Für seltsame Blicke und Schulterzucken sorgte ein anderer, der einen Preis außer Konkurrenz bekam: Kanye West erhielt den "Michael Jackson Video Vanguard Award". Zuerst sagte er gar nichts. Dann stammelte er zwölf Minuten vor sich hin und wechselte von einem Thema zum anderen. Über Kindeserziehung, Philosophie und "die Wahrheit" sprach er, über Künstler, Selbstbewusstsein und seinen Großvater. Und dann der große Hammer: "Ihr ahnt es, ich habe mich entschieden: Ich werde im Jahr 2020 als Präsident der Vereinigten Staaten kandidieren."

Stand der 38-Jährige unter Drogen? Er sagte selbst: "Ihr fragt Euch jetzt vielleicht: Hat er was geraucht vor dem Auftritt? Die Antwort ist: Ja, ich habe mir eine gedreht, um ein bisschen Spannung abzubauen." Und Moderatorin Cyrus sagte nach dem seltsamen Auftritt grinsend: "Wow, jetzt wissen wir, wie Kanye drauf ist, wenn er Gras geraucht hat." Auch sie selbst ist auf Fotos zu sehen, wie sie an einem Joint zieht. Dazu trägt die 22-Jährige eine enge rosafarbene Plastikhaut, beschriftet mit aufblasbaren Buchstaben, die sich "Do It" lesen.

Besser lief es da schon für Justin Bieber. Nach dessen Skandalen in der Vergangenheit sollte sein erster Auftritt bei den Awards seit 2010 der nächste Schritt in Richtung Erwachsenenkarriere werden. Und er hatte Erfolg: Die vorab bereits von der "New York Times" mit einem lobenden Internet-Special bedachte Single "What Do You Mean?" bekam viel Applaus. Seine Performance wurde vom Branchenmagazin "Billboard" später als beste des Abends geadelt.

Bieber war nach dem Song bereits in Tränen ausgebrochen und hatte im Ausklang seines Songs gesagt: "Das Leben ist eine Reise, manchmal ein Kampf. Manchmal konzentrierst du dich zu sehr auf das Ziel und vergisst, dich auf den Weg dorthin zu konzentrieren. Aber wenn du fällst, hast du die Chance, gestärkt wieder aufzustehen."

Laut Mitteilung seiner Plattenfirma Universal landete "What Do You Mean?" in über 75 Ländern direkt auf Platz eins der iTunes-Charts.

dpa

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