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Terrence Malick verfilmt Widerstandsdrama

Neues Filmprojekt für Studio Babelsberg Terrence Malick verfilmt Widerstandsdrama

US-Kino-Poet und Goldene-Palme-Gewinner Terrence Malick („The Tree of Life“) dreht im Sommer im Studio Babelsberg das NS-Widerstandsdrama „Radegund“. Die Hauptrolle des österreichischen Kriegsdienstverweigerers Franz Jägerstätter übernimmt August Diehl. Das Medienboard Berlin-Brandenburg fördert das Projekt.

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Terrence Malick dreht bald im Studio Babelsberg.

Quelle: Fox/dpa

Potsdam. US-Kino-Poet und Goldene-Palme-Gewinner Terrence Malick („Badlands“, „The Tree of Life“) dreht im Sommer im Studio Babelsberg das Widerstandsdrama „Radegund“. Das hat das Medienboard Berlin-Brandenburg am Mittwoch in einer Pressemitteilung kundgetan. Die in Potsdam ansässige Institution unterstützt die Produktionskosten von Malicks Kinofilm mit 400 000 Euro. Trotz der Förderzusage wollte man beim Studio das Projekt weder bestätigen noch dementieren. „Zum jetzigen Zeitpunkt können wir uns nicht äußern“, sagte Studio-Sprecher Eike Wolf.

Malick (72) erzählt die hierzulande kaum bekannte Geschichte des im österreichischen Kriegsdienstverweigerers und NS-Widerständlers Franz Jägerstätter, den der deutsche Kinostar August Diehl (40, „Nachtzug nach Lissabon“) verkörpern wird. Der gläubige Katholik hatte zunächst still gegen den Nationalsozialismus rebelliert, in dem er 1938 bei der Volksabstimmung gegen den Anschluss Österreichs an Deutschland stimmte und sich immer weiter aus dem öffentlichen Gemeindeleben zurückzog. Im März 1943 verweigerte Jägerstätter den Wehrdienst, daraufhin kam er erst nach Linz, dann nach Berlin-Tegel ins Gefängnis. Wegen „Wehrkraftzersetzung“ wurde der 26-Jährige zum Tode verurteilt und am 9. August 1943 im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet. Papst Benedikt XVI. sprach Jägerstätter 2007 selig. Der Filmtitel bezieht sich auf Jägerstätters oberösterreichischen Geburtsort St. Radegund. Für den preisgekrönten Regisseur, der 1999 mit seinem Kriegsfilm „Der schmale Grat“ Oscar-nominiert war, ist „Radegund“ erst der achte Film. Sicher zum Cast gehört außer Diehl die österreichische Newcomerin Valerie Pachner (zurzeit mit dem Stefan-Zweig-Biopic „Vor der Morgenröte“ im Kino).

Von Hause aus Schauspieler und Schriftsteller verfilmt Josef Biechbichler (68, „Das weiße Band“) nun seinen eigenen Roman: Die Familiensaga „Mittelreich“ um eine bayerische Wirtshausfamilie umspannt mehrere Jahrzehnte. Mit Bierbichler steht Martina Gedeck („Die Wand“) vor der Kamera. 400 000 Euro vom Medienboard gehen an die Produktionsfirma X Filme Creative Pool des Potsdam-Babelsbergers Stefan Arndt.

Nach drei „Bibi & Tina“-Kinderfilmen wendet sich Regisseur Detlev Buck wieder einem Stoff für Erwachsene zu und adaptiert „Gorillas“ nach einer Kurzgeschichte seines Freundes Ferdinand von Schirach („Schuld“). Buck erzählt eine schräge, schrille Berliner Schurken-Story um einen jungen Mann, der nicht länger nur Handlager seines Bosses sein will. Jungstar Jannis Niewöhner und Samuel Schneider haben für die Hauptrollen zugesagt. 800 000 Euro gibt’s vom Medienboard. Episode am Rande: In der Familie Buck mag man Ferdinand von Schirach gern, der ab 7. Juli im Kino „Ferien“ macht. Regisseurin Bernadette Knoller, Absolventin der Potsdam-Babelsberger Filmuniversität „Konrad Wolf“ und Bucks Tochter, inszenierte den Juristen und Bestsellerautor in ihrem Abschlussfilm wunderbar als verhuschten Ladenbesitzer Otto. Den Verleih von „Ferien“ unterstützte das Medienboard mit 15 000 Euro.

Für 37 neue Filmprojekte wurden 4,7 Millionen Euro bewilligt.

Von Ricarda Nowak

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