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Teuflisch gute Debütanten

MAZ-Konzerttipp Teuflisch gute Debütanten

Mitten im bewaldeten und von vielen Elchen bevölkerten Zentralschweden haben sich Black River Delta einen ebenso schmutzigen wie mitreißen Blues-Rohling ausgedacht. Das Trio aus Bollnäs packte acht Songs auf sein explosives Debüt „Devil On The Loose“ und schickt sich nun an, Europa zu erobern.

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Black River Delta treiben durch den Blues.

Quelle: Promo

Potsdam. Was wohl einst in den drei Jungen vorgegangen sein mag, wenn sie in Bollnäs die Waggons der vorbeifahrenden Bahnen gezählt haben? Oder als sie endlich eine Radiostation entdeckt hatten, die Musik spielte, die sie vom Hocker riss. Denn ein Ort großer Ereignisse ist das nördlich von Stockholm gelegene Provinzstädtchen mit ausgedehnten Wäldern samt Elchen nicht wirklich.

Doch Erik Jacobs, Erik Nilsson und Pontus Ohlsson mangelte es nie an Fantasie. Sie nannten sich Black River Delta. Und dann träumte sich das Trio, das in der nicht gerade üblichen Besetzung Gitarre, Gitarre und Schlagzeug agiert, weit, weit fort. Nach Amerika. Wo wilde Männer die Gegenden unsicher machen. Wo – auch im übertragenen Sinne – scharf geschossen wird. Denn das können Erik, Erik und Pontus aus der Hüfte, wenn sie den Blues, wie er ihnen vorschwebt, förmlich explodieren lassen.

Ihr Sound? Schmutzig wie ein langer Tagesritt. Schlammig und trübe wie der Fluss nebenan. Scharf, ungezügelt und lärmend wie die lockeren Ladies in der Spelunke eines namenlosen Örtchens - irgendwo in Mississippi. Die drei brennen ein echtes Feuerwerk auf ihrem Debüt-Album „Devil On The Loose“ ab. Wohin sie kommen, ist demnach mit Ärger zu rechnen. Auf der Platte spürt man die Einflüsse von Vorkämpfern wie R.L. Burnside oder The Raconteurs. Ein Erstling, der einschlägt wie die Revolver-Kugel ins Holz der Bartheke. Acht Nuggets. Roh, schwer, aber golden. Wüstes Stampfen, dreckige Slides, überblasene Mundharmonika.

Konzert: Samstag, 14. Mai, 19 Uhr, Auster Club in Berlin-Kreuzberg.

Von Ralf Thürsam

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