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The Arcs: Eine Soul-Show der Extraklasse

Musik The Arcs: Eine Soul-Show der Extraklasse

Es gibt Konzerte, da stimmt von der ersten Sekunde an einfach alles. Die Berliner Show von The Arcs, der Kumpel- und Hobbykeller-Band des Black-Keys-Frontmanns Dan Auerbach, war so ein Konzert.

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Die Band "The Arcs" ist das neueste Projekt von Musiker Dan Auerbach, der sich auch weiterhin als Produzent betätigt.

Quelle: Richard Swift/Warner

Berlin. Schon der wuchtige Einstieg mit "Stay In My Corner" zeigt an, dass The Arcs an diesem Freitagabend im Postbahnhof vor Spielfreude nur so glühen. Angetrieben von gleich zwei Schlagzeugern - einer davon der großartige Produzent und Multiinstrumentalist Richard Swift - legen The Arcs ein höllisches Tempo vor und lassen die Wände der ausverkauften Hauptstadt-Location gleich mal mit ihrer Bass-Wucht erzittern.

Hauptattraktion der vielköpfigen Truppe ist natürlich Auerbach, ein dürrer, bleicher Mann mit großen Augenringen, beeindruckenden Gitarrenkünsten und einer enorm intensiven "schwarzen" Stimme. Mit dem Anfang September erschienenen, sehr guten Arcs-Debüt "Yours, Dreamily" (Nonsuch/Warner) hat er sich vom Bluesrock seines weltweit erfolgreichen Duos The Black Keys emanzipiert, in Richtung Soul, Psychedelia und experimenteller Pop.

Vor allem Soulmusik in ihrer schönsten, verschwitztesten Südstaaten-Variante wird in Berlin geboten, mit einem zum Crooner gereiften Auerbach, einer wunderbar lässig groovenden Band - und einer Reihe toller Background-Sängerinnen, die als Mariachi Flor De Toloache bereits das Vorprogramm bestritten hatten. Die Damen streuen mit beherzten Vocals zuätzlichen Pfeffer in ein Konzert, das an die großen Soul-Shows der 60er und 70er erinnern soll.

Das Publikum merkt schnell, dass hier etwas Besonderes passiert. Manch einer hatte wohl erwartet, einen verkappten Black-Keys-Auftritt zu erleben, auch mit dem einen oder anderen Song dieser populären Band. Fehlanzeige - hier wird The Arcs pur geboten, mit Live-Granaten wie "Pistols Made Of Bones", "Chains Of Love" oder "Searching The Blue". Bis nach 80 Minuten das Repertoire durchgespielt ist und Auerbach zum zweiten Mal "Outta My Mind" anstimmt, diesmal in einer verlangsamten Version.

Damit schicken The Arcs ein restlos euphorisiertes, aufgeheiztes  Publikum in die kalte Berliner Nacht. Mit dem Eindruck, dass man sich jetzt eigentlich noch mehr Sorgen um den Fortbestand von The Black Keys machen muss. Denn Auerbach hatte zuletzt mehrfach gesagt, dass das Mega-Duo mit Drummer Patrick Carney auf Eis liegt. Und der einstige Nebenjob mit The Arcs scheint dem Sänger einfach riesig Spaß zu machen, auch wenn er mit seinen Kumpels (noch) nicht in den großen Stadien spielt.

Internet: http://www.thearcs.com/

dpa

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