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"The Sympathizer" gewinnt Pulitzer-Preis für Literatur

Literatur "The Sympathizer" gewinnt Pulitzer-Preis für Literatur

Der Name Joseph Pulitzer steht vor allem für herausragenden Journalismus. Doch dank Sparten wie Musik, Poesie und Literatur warten auch Künstler mit Spannung auf die Verkündung der Gewinner. Im Bereich Schauspiel fällt ein Name, den einige schon geahnt hatten.

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Mit seinem Sachbuch «Black Flags - The Rise of ISIS» vermittelt Joby Warrick Einblicke in die Terrormiliz Islamischer Staat. Foto: Marvin Joseph/Washington Post

New York. Der vietnamesische Autor Viet Thanh Nguyen hat für seinen Spionage-Roman "The Sympathizer" den Pulitzer-Preis für Literatur erhalten.

Er erzähle die verschachtelte Geschichte eines Mannes mit zwei Seelen in zwei Ländern, sagte Mike Pride, Verwalter der Pulitzer-Preise, bei Verkündung der Preisträger am Montag. Auch das Musical "Hamilton" und das Sachbuch "Black Flags - The Rise of ISIS" von Joby Warrick über die Terrormiliz Islamischer Staat wurden in den sieben nicht-journalistischen Sparten ausgezeichnet.

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Henry Threadgill hat mit seiner Komposition «In for a Penny, In for a Pound» einen Pulitzer-Preis gewonnen. Foto: Pulitzer Board

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"The Sympathizer" handelt von einem vietnamesischen General im Vietnamkrieg, der mit seinen Landsleuten ein neues Leben in Los Angeles beginnt, während Saigon im Krieg versinkt. Doch der General steht heimlich in Kontakt mit einem ranghöheren Kommunisten und kehrt später in den Krieg zurück. Für die USA, wo der Verlauf des Vietnamkriegs meist nur aus amerikanischer Sicht gedeutet wird, sei die Perspektive der Gegenseite eine Bereicherung, schrieb etwa die "New York Times" in einer Rezension.

In der Sparte Musik gewann die an Jazz angelehnte, moderne Komposition "In for a Penny, In for a Pound" von Henry Threadgill, in der Sparte Poesie das "Ozone Journal" von Peter Balakian. Dass unter den Gewinnern in den nicht-journalistischen Sparten auch das hoffnungslos ausverkaufte und gefeierte Erfolgsmusical "Hamilton" ist, war für einige Beobachter kaum eine Überraschung. "Es gab nur ein Stück, das für unseren Vorstand wirklich herausragte, und das war 'Hamilton'", sagte Pride.

Die Pulitzer-Preise feiern dieses Jahr ihr 100. Jubiläum. Insgesamt wurden fast 3000 Arbeiten eingereicht, in der Sparte Journalismus rund 1200. Die Jury besteht aus 77 Mitgliedern und kommt jeden Frühling zusammen, um aus den Finalisten die Preisträger zu wählen.

dpa

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