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Kultur So war „Kabale und Liebe“ im Hans-Otto-Theater
Nachrichten Kultur So war „Kabale und Liebe“ im Hans-Otto-Theater
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11:09 09.02.2019
Hannes Schumacher als Ferdinand und Lara Feith als Luise Quelle: Thomas M. Jauk
Potsdam

Die Premiere am Freitagabend im Hans-Otto-Theater war ausverkauft und dauerte knapp drei Stunden mit einer Pause.

Worum ging es?

Liebe in Zeiten der Klassenschranken. Die Bürgerstochter Luise liebt den Adelssprössling Ferdinand. Also kein Problem, das uns heute noch zu schaffen macht.

Welche Schauspieler haben am meisten überzeugt oder enttäuscht? 

Jörg Dathe füllte souverän das Kraftzentrum des Bösen aus. Auch Lara Feith als liebreizende Luise würde man gern noch in weiteren Schiller-Inszenierungen erleben, etwa als Maria Stuart. Andreas Spaniol verlieh der Figur des Vaters von Luise, dargestellt von Andreas Spaniol, nur blasse, karikierende Züge.

Wie hat der Regisseur den Stoff inszeniert?

Stilistisch nicht homogen, aber durchweg leise und intensiv. Am Anfang untermauert Regisseur Tobias Rott die Dialoge mit starken gestischen Figuren, wenn etwa der eine beim Reden die Finger des anderen leckt. Dann verliert er sich zusehends in gezügeltem Realismus.

Was waren die Höhe- und Tiefpunkte des Abends?

Höhepunkt: Jörg Dathe, wie er väterliche Fürsorge heuchelt und seine Macht genüsslich ausspielt. Tiefpunkt: eine banale Pralinenschachtel, die aus dem Nichts gegriffen wird, um Frust zu unterstreichen.

 Fazit?

Die deutsche Gegenwart hat mit dem bürgerlichen Trauerspiel des ausgehenden 18. Jahrhunderts wenig gemein. Da hilft auch keine Discomusik zu Beginn.

Von Karim Saab

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