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Kultur „Tod den Hippies – Es lebe der Punk!“ bald online
Nachrichten Kultur „Tod den Hippies – Es lebe der Punk!“ bald online
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15:02 24.02.2016
Schön schrill: Alexander Scheer als Underground-Ikone Blixa Bargeld in „Tod den Hippies – Es lebe der Punk“. Quelle: x-verleih/ Nik Konietzny
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Potsdam

Ob in New York, in Moskau oder in Tokio – ab Anfang März können Freunde des wilden Films Oskar Roehlers „Tod den Hippies – Es lebe der Punk!“ überall auf der Welt ansehen. Vorausgesetzt, es ist ein Internetanschluss vorhanden. Der Sex-Drogen-and-Punk-Trip der lebenshungrigen Hauptfigur Robert (Tom Schilling) durchs knallige Westberlin der Achtziger ist dann auf der Video-auf-Bestellung-Plattform Alleskino.de abrufbar. „Wir machen den Film für fast sieben Milliarden Menschen zugänglich“, freut sich der Potsdamer Stefan Arndt, der mit seiner Firma X Filme Creative Pool „Tod den Hippies – Es lebe der Punk“ produziert hat. In Deutschland ist der Film, der im Frühjahr 2015 im Kino nur mäßigen Anklang fand, bereits auf DVD erschienen.

Weil es „immer schwieriger“ werde, deutsche Filme im Ausland ins Kino oder auf DVD zu bringen, suchte Arndt geeignete Partner, um Roehlers Film global und digital auszuwerten. Ein Novum in der hiesigen Filmwirtschaft. Außer mit der Plattform Alleskino.de – die zur Babelsberger Medienstadt ansässigen GmbH „Schätze des deutschen Films GFT“ gehört – auch mit dem Goethe-Institut und mit dem auf Independent-Filme spezialisierten Vermarkters Under the Milky Way. Roehlers Film eigne sich besonders gut für einen Test: „Berlin, Punk, Achtziger – da ist ja ein gewisses Grundrauschen im internationalen Interesse vorhanden“, sagt Arndt. Mit „Tod den Hippies – Es leben der Punk“ wolle er die digitale Verwertungskette ausprobieren. Under the Milky Way bringt den Film außerdem auf den großen Online-Plattformen wie Google, iTunes, Sony oder Amazon unter. Der Film soll mit Untertiteln in Englisch, Spanisch, Französisch, Portugiesisch, Russisch und Chinesisch verfügbar sein.

Vor drei Jahren ist die Plattform Alleskino.de, auf der man deutsche Spiel- und Dokumentarfilme von 1919 bis in die Gegenwart abrufen kann, an den Start gegangen. Mehr als 800 Filme sind inzwischen online, bis zu 12 000 sollen es Schritt für Schritt werden, sagt Alleskino-Geschäftsführer Andreas Vogel. Die Plattform sei jedoch „noch nicht so bekannt“. Nach und nach sollen alle deutschen Filme – populäre wie fast vergessene – im Internet zugänglich gemacht werden. „Ein Film lebt nur, wenn er angesehen wird“, so Vogel. Seine Mission sei es, Filme vor dem Verschwinden zu bewahren. Das sieht Arndt ebenso: Es sei unsinnig, „unser Filmerbe zu retten und es dann ungesehen in den Schrank zu stellen“.

Alle deutschen Filme

Im Februar 2013 startete Alleskino.de – die Online-Videothek für den deutschen Film – von der Weimarer Republik über westdeutsches Autorenkino und Defa-Filme bis in die Gegenwart.

Betrieben wird Alleskino.de von der Schätze des Deutschen Films GmbH mit Sitz in Potsdam-Babelsberg, gegründet von den Filmproduzenten Hans W. Geißendörfer, Joachim von Vietinghoff und Medienunternehmer Andreas Vogel.

Mehr als 800 deutsche Spiel- und Dokumentarfilme kann man bislang ausleihen – einzeln ab 0,99 Euro für 48 Stunden oder im Abonnement. Bis zu 12 000 Filme sollen es werden.

Auch beim Goethe-Institut (GI), das innerhalb seiner Bildungsarbeit jährlich etwa 50 deutsche Filme zeigt und damit weltweit rund fünf Millionen Menschen erreicht, freut man sich über neue Möglichkeiten. „X Filme beschreitet einen neuen und zukunftsträchtigen Distributionsweg – und wir können den deutschen Film besser weltweit promoten“, sagt Hans Kohl, Leiter des Film-Produktionsmanagements im Goethe-Institut, das mit 150 Filialen in 93 Ländern vertreten ist. Der Organisation wird „Tod den Hippies – Es lebe der Punk“ GI-Mitgliedern kostenlos online oder in seinen Bibliotheken zur Verfügung gestellt.

Von Ricarda Nowak

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