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Trauer um Chanson-Sänger Michel Delpech

Musik Trauer um Chanson-Sänger Michel Delpech

Michel Delpech hat gegen Ende seines Lebens befürchtet, vom Publikum vergessen zu werden. Die Sorge war unbegründet. Seine schönsten Hits singen viele Franzosen heute noch mit, wenn sie im Rundfunk gespielt werden.

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Michel Delpechs Chansons waren Kulturgut in Frankreich.

Quelle: Christophe Petit Tesson

Paris. Der französische Sänger Michel Delpech ist tot. Der 69-Jährige starb am Samstag an den Folgen einer Krebserkrankung, teilte am Samstag die Ehefrau des Sängers der französischen Nachrichtenagentur AFP mit. Ihr Mann habe drei Jahre lang gegen den Kehlkopfkrebs gekämpft, sagte Geneviève Delpech. Der Sänger starb im Krankenhaus Puteaux bei Paris, kurz vor seinem Geburtstag am 26. Januar 1946 in Courbevoie.

Es gibt kaum Franzosen, die die populären Chansons von Delpech nicht kennen. Lieder wie "Pour un flirt", "Wight Is Wight" sowie "Les divorcés" erreichten in den 70er Jahren Spitzenpositionen der Charts in Frankreich. Seine etwa 200 Chansons gehören zum nationalen Kulturschatz.

Präsident François Hollande sagte über ihn auf Twitter, er sei gestorben, ohne altgeworden zu sein. "Seine Chansons haben uns berührt, weil sie von unserem Leben sprachen." Französische Rundfunk- und Fernsehsender änderten nach eigenen Angaben am Sonntag kurzfristig ihre Programme für Sondersendungen über den Künstler.

Delpech bleibt in Erinnerung als "Chanteur de Charme" (charmanter Sänger) mit der sanften Stimme, der als junger Mann mit langen Haaren und im Hippie-Stil das Publikum begeisterte und die jungen Mädchen entzückte. "Er war ein volkstümlicher Sänger, der über das normale Leben der Menschen sang", sagte der Generaldirektor des Musiklabels Universal Music France, Pascal Nègre, im französischen Rundfunksender France Info. "Die Musik war sein Leben."

Nach der Scheidung von seiner ersten Frau 1978 litt er jahrelang an Depressionen. Zu neuem Lebensmut verhalf ihm seine zweite Frau Geneviève, die er 1992 kennenlernte. Seine menschlichen Höhen und Tiefen verbarg er nicht - auch ein Grund, warum sein mitfühlendes Publikum ihm jahrzehntelang die Treue hielt.

dpa

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