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Tribute von Panem: Babelsberg liefert Kulissen

Kinohit feiert Mittwoch Weltpremiere in Berlin Tribute von Panem: Babelsberg liefert Kulissen

Star-Alarm auf dem Roten Teppich am Potsdamer Platz in Berlin: Am Mittwochabend hat der letzte Teil des Kinohits „Die Tribute von Panem – Mockingjay 2“ Weltpremiere gefeiert. Die Kulissen dafür hat eine Firm aus Babelsberg geliefert und so eine täuschend echte Zerstörungsschlacht möglich gemacht.

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Jennifer Lawrence (r.) mit ihren Co-Stars Liam Hemsworth, Sam Clafin und Evan Ross (v.l.) im Schutt aus Styropor.

Quelle: Studiocanal GmbH / Murray Close

Potsdam. Wenn Jennifer Lawrence als Rebellenführerin Katniss Everdeen mit ihren Gefährten durch Ruinen am Rande der Panem-Hauptstadt Kapitol stiefelt, sind die sie umgebenden Schuttteile aus Styropor. Täuschend echt – gefertigt in den Werkhallen des Art Department von Studio Babelsberg. Am Mittwochabend feiert der letzte Teil der mit Stars gespickten dystopischen Kinoreihe „Die Tribute von Panem“ Weltpremiere im „Cine Star“ am Potsdamer Platz in Berlin.

Im vergangenen Sommer hat die Darstellerriege um Jennifer Lawrence, Liam Hemsworth und Julianne Moore „Mockingjay 2“ in der Region gedreht – an Schauplätzen in Berlin, Rüdersdorf (Märkisch-Oderland) und im Potsdamer Ortsteil Krampnitz. Ausführende Produktionsfirma war Studio Babelsberg. Die Kulissenbauer vom Art Department haben 82 Sets ausstaffiert. Die Herausforderung sei der enorme Zeitdruck vor Drehbeginn gewesen, erzählte Construction Manager Dierk Rüdiger Grahlow. Als Projektleiter des Art Department dirigierte er einen Trupp von 120 Handwerkern. Sie verbauten Styropor als Schutt und für Fassaden, in Krampnitz echten Beton für Straßen. Etliche der von den Kulissenhandwerkern hochgezogenen Styroporfassaden wurden anschließend nach Vorgaben kunstvoll eingerissen, um das vom Krieg verheerte Filmreich Panem zu erzählen. In den Werkstätten des Art Department liefen die Heißdrahtschneidemaschinen auf Hochtouren – an manchen Tagen wurden bis zu 200 Kubikmeter Styropor in den jeweils gewünschten Formen produziert. „Mockingjay“-Production-Designer Philip Messina sei begeistert gewesen, wie echt man Styropor aussehen lassen könne, sagte Art-Department-Geschäftsführer Michael Düwel. Die riesigen Mengen des Werkstoffs wurden nach Drehende fachgerecht entsorgt oder recycelt.

Messina hinterließ im Gästebuch von Studio Babelsberg eine Liebeserklärung: Gern wolle der Szenenbildner für immer bleiben, versprach zunächst in bester Terminator-Manier „I’ll be back“ (ich komme wieder), denn: „You guys rock it!“ Die Art-Department-Truppe hat Messinas, oft kurzfristig geäußerten, Wünsche zur vollsten Zufriedenheit umgesetzt. Ab und zu legte der US-Szenenbildner sogar selbst Hand an, um die filmreife Zerstörung voranzutreiben. „Er hat einen Glastisch zertrümmert“, erzählte Grahlow.

Star-Auflauf zur Premiere

Staralarm zur Weltpremiere von „Die Tribute von Panem – Mockingjay2“: Mit Jennifer Lawrence, Liam Hemsworth, Josh Hutcherson, Juliane Moore, Donald Sutherland, Elizabeth Banks, Stanley Tucci, Natalie Dormer, Wilow Shields und Jena Malone wird am frühen Abend fast der gesamte Hauptcast auf dem Roten Teppich vor dem CineStar Sony Center am Potsdamer Platz in Berlin erwartet. Außerdem geben sich Regisseur Francis Lawrence und das Produzentenduo Nina Jacobson und Jon Kilik die Ehre.

Am 19. November kommt der Abschluss des Epos in die deutschen Kinos. Der Film basiert auf dem dritten Band der „Panem“-Trilogie von Suzanne Collins. Die drei Romane zählen weltweit zu den größten Buchhits der vergangenen Jahre.

Für Studio Babelsberg war es die erste Zusammenarbeit mit Lionsgate. Im Traditionsfilmstudio hofft man nun auf ein neuerliches Projekt mit der kanadischen Produktionsfirma. An „Mockingjay“-Regisseur Francis Lawrence soll es nicht liegen. Im Berliner „Hotel de Rome“ schwärmte der US-Amerikaner am Dienstag bei der Premierenpressekonferenz von „fantastic Locations“ in Tempelhof, Rüdersdorf und „Krämpnitz“. Die in der Region gefundene Architektur sei für den Look des Films ideal gewesen. Dickes Lob gab es auch für die „fantastic Crew“ von Studio Babelsberg. An den Dreh im vergangenen Juni erinnerte sich Francis Lawrence gern: Berlin sei so aufregend, habe eine so wunderbare Kunstszene. „Es war der perfekte Ort, um das Epos abzuschließen“, bestätigte „Panem“-Schauspieler Liam Hemsworth, denn: „Berlin ist eine tolle Stadt mit schönen Gärten: Tiergarten und Biergarten.“

 

Von Ricarda Nowak

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