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Überfall auf Jennifer-Rostock-Sängerin

Kriminalität Überfall auf Jennifer-Rostock-Sängerin

Eine Nacht im Berliner Szenebezirk Friedrichshain endet für die Sängerin von Jennifer Rostock mit einem Schock: Erst wollen Diebe sie bestehlen, dann sticht jemand ihrem Begleiter in den Hals.

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Jennifer Weist von der Band Jennifer Rostock 2010 in Berlin bei dem New Moon Fan-Event.

Quelle: Britta Pedersen

Berlin. Blutiges Ende einer Partynacht in Berlin: Bei einem Überfall auf die Frontfrau der Deutschrock-Gruppe Jennifer Rostock ist ihr 26 Jahre alte Begleiter mit einem Messer am Hals verletzt worden. Er wurde am frühen Sonntagmorgen auf offener Straße im Stadtteil Friedrichshain angegriffen.

Jennifer Weist (28) berichtete auf Facebook, zwei Diebe hätten versucht, ihre Brieftasche und die Halskette ihres Begleiters zu stehlen. Als der 26-Jährige einen der Männer festgehalten habe, seien drei weitere Angreifer aufgetaucht. Einer habe ein Messer gezogen und zugestochen.

Weist veröffentlichte ein Foto, auf dem eine lange, genähte Schnittwunde am Hals eines Mannes zu sehen ist. "Es fehlten nur ein paar Millimeter und er wäre direkt auf der Straße in meinen Armen gestorben. Mir ist Gott sei Dank nichts passiert", schrieb sie. Die Polizei bestätigte am Dienstag den Angriff. Zeugenaussagen würden derzeit ausgewertet, sagte ein Sprecher. Die Täter seien geflohen.

Es war nicht der einzige Überfall an diesem Wochenende auf der bei Partygängern und Touristen beliebten Revaler Straße. In derselben Nacht wurden dort zwei 19-jährige niederländische Touristen von mehr als einem Dutzend Männer angegriffen - auch sie hatten den Komplizen eines Diebs festgehalten, der daraufhin Verstärkung rief.

Ob es einen Zusammenhang zwischen den Taten gibt, werde auf geprüft, hieß es bei der Polizei.

In der Gegend seien immer wieder Grüppchen von Kriminellen aktiv. Taschendiebstähle und Überfälle häuften sich, weil viele Touristen und Partygäste unterwegs seien. Um organisierte Kriminalität handelt es sich nach Einschätzung der Polizei aber nicht.

Drastischer formulierte es Jennifer Weist in ihrem Beitrag: "Auf der Revaler/Warschauer Straße ist eine große Bande unterwegs. Seid vorsichtig." Diese Leute seien "wahnsinnig gefährlich und schrecken nicht davor zurück, für eine beschissene Kette zu töten!!!".

dpa

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