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Kultur Ufa-Chefs erwarten das Goldene Zeitalter des Fernsehens
Nachrichten Kultur Ufa-Chefs erwarten das Goldene Zeitalter des Fernsehens
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02:15 07.05.2017
Die beiden Ufa-Geschäftsführer Nico Hofmann und Wolf Bauer (v.l.) Quelle: Foto: Stefan Kny
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Potsdam

Die Ufa feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen, doch bevor die Feierlichkeiten losgehen und sich ein Symposium mit der heiklen Unternehmensgeschichte der Jahre 1933 bis 1945 befasst, warfen die beiden Geschäftsführer Nico Hofmann (57) und Wolf Bauer (67) zunächst einen Blick in die Zukunft des Unternehmens. Und der ist optimistisch. Auf dem 40. Mediengipfel am Mittwochabend im Potsdamer Hans-Otto-Theater rief Bauer das „Goldene Zeitalter des Fernsehens“ aus.

Nicht mehr im Kino sähe man Wachstumspotenzial, sondern vor allem in seriellen Formaten, die sich auf vielen Plattformen vermarkten lassen. Längst sei Fernsehen attraktiv für Kreative, man habe sowohl gestandene Regisseure als auch junge Talente gewonnen. Zahlreiche Projekte hat die Ufa in Arbeit: Die Familiensaga „Kudamm 56“ geht in die Fortsetzung. Frank Schätzings Bestseller-Roman „Breaking News“ soll als internationale sechsteilige Miniserie verfilmt werden. Nach Jan Weilers Bestseller „Das Pubertier“ entsteht derzeit in Potsdam und Berlin eine sechsteilige Familienserie. Ebenfalls begonnen haben die Dreharbeiten zu dem Kinofilm „So viel Zeit“ nach dem Roman von Frank Goosen. Jan Josef Liefers spielt darin einen Schwerkranken, der nach 30 Jahren seine alte Band zusammentrommeln will. Mit von Partie sind außerdem Jürgen Vogel und Arnim Rohde. An Sebastian Fitzeks Psychothriller „Das Joshua-Profil“ hat sich die Ufa die Rechte gesichert. Und zum Reformationsjubiläum präsentiert die Potsdamer Produktionsfirma den Zweiteiler „Himmel und Hölle“, in dem Maximilian Brückner Martin Luther spielt.

Mit Amazon sei man sich einig, den großen internationalen Erfolg von „Deutschland 83“ fortzusetzen. „Deutschland 86“ sowie „Deutschland 89“ sind geplant. „Das ist ein toller Doppeldeal, in dem viel Geld und Vertrauen steckt“, so Hofmann. Der Politik warf er vor, TV-Projekte nicht zu fördern. „Im Hause Grütters kümmert man sich nur im das Kino,“ so Hofmann. Serien wie „Charité“, die Agentenstory „Der gleiche Himmel“ oder „Himmel und Hölle“ entstanden in Prag. „Hätten wir hierzulande gedreht, hätten die Kosten um 30 Prozent höher gelegen“.

Dabei sei zum Beispiel „Charité“, die eine vierjährige Entwicklungsgeschichte hinter sich habe, ein Publikumsrenner mit mehr als acht Millionen Zuschauern in der ARD. „Es schalten 14- bis 80-Jährige ein und so eine große Bandbreite in der Bevölkerung ist sehr selten“, meint Bauer. „Der gleiche Himmel“ habe nicht so hohe Quoten erreicht, sei aber international durch den Streaminganbieter Netflix ein riesiger Erfolg. Da ficht den Ufa-Chefs der Vorwurf, die Serie sei „Best of DDR“ nicht an. „Das liegt an der britischen Drehbuchautorin Paula Milne, die wir verpflichtet haben. Sie hat einen Blick von außen“, so Hofmann, der ab September 2017 die Ufa alleine führen wird.

Von Claudia Palma

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