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Kultur Van-Gogh-Symposium im Museum Barberini
Nachrichten Kultur Van-Gogh-Symposium im Museum Barberini
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16:18 05.12.2018
Vincent van Gogh malte das „Stillleben mit einem Teller Zwiebeln“ 1889. Es stammt aus dem Kröller-Müller Museum in Otterlo. Quelle: Museum Barberini
Potsdam

Seine Sonnenblumen kennt so ziemlich jeder. Eines der sieben Sonnenblumenmotive, die Vincent van Gogh zwischen 1888 und 1889 während seines Aufenthaltes im südfranzösischen Arles gemalt hat, gehört heutzutage schon fast zum Kanon eines bildungsbürgerlichen Haushaltes. Es dürften die berühmtesten Stillleben der Moderne sein.

Nur Stillleben – das hat es noch nie gegeben

Im Oktober kommenden Jahres wird im Potsdamer Museum Barberini eine ganze Ausstellung nur mit Stillleben von Van Gogh zu sehen sein. Eine Schau allein zu diesem Thema habe es noch nie gegeben, sagte Museumsdirektorin Ortrud Westheider am Mittwoch zum Auftakt eines wissenschaftlichen Symposiums mit Van-Gogh-Experten, das die Ausstellung vorbereiten sollte.

Umbruch in der Pariser Zeit

Im Werk des niederländische Malers und Wegbereiters der modernen Malerei nehmen die Stillleben in der Tat eine Schlüsselrolle ein – auch wenn sie unter den rund 2150 Gemälden, Zeichnungen, Skizzen und Grafiken nur einen kleinen Bruchteil ausmachen. Doch an den Stillleben, die in den 23 Monaten entstanden, die Van Gogh von März 1886 an in Paris verbrachte, lässt sich der revolutionäre Umbruch in Schaffen des Künstlers ablesen. Darauf verwies der Amsterdamer Kunsthistoriker Sjaar van Heugten ebenso wie der Kölner Kulturjournalist Stefan Koldehoff.

Freiheit von Form und Farbe

Die Arbeiten aus der kurzen Zeit in Paris zeigen etwas Neues. Der Maler, der zeitlebens mit einer Depression kämpfte und sich im Juli 1890 erschoss, fand dort erstmals zu den später so berühmten kräftigen Farben. Van Gogh begann sich von der traditionellen niederländischen Malerein und den dort verbreiteten Pastell- und Brauntönen lösen. Der Kontakt mit den Impressionisten, die hell und luftig malten eröffnete ihm eine neue Welt. Die Sillleben waren dafür eine Art Experimentierfeld. Hier konnte er traditionelle Motive für zum Teil gewagten Bildkompositionen nutzen und vertraute Sehgewohnheiten überwinden. Es waren die ersten Schritte zu einer neuen Freiheit von Form und Farbe, wie Koldehoff betonte.

Schuhe gehören nicht auf den Tisch

Selbst das Genre des Stilllebens revolutionierte Van Gogh. Schon in seinen frühen, noch dunklen Bildern tauchen etwa Kartoffeln oder Schuhe auf – Dinge, die in der bürgerlichen Welt von damals, entweder wenig geachtet oder schon gar nicht auf den Tisch gehörten, wie der Barberini-Kurator, Michael Philipp hervorhob.

Von Mathias Richter

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