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Veranstaltungsreigen zum Thema „Handwerk“

Kulturland-Jahr 2016 Veranstaltungsreigen zum Thema „Handwerk“

Alle Jahre wieder widmet sich das Kulturland Brandenburg einem Thema. 2016 stehen 34 Projekte zum Thema „Handwerk zwischen gestern & übermorgen“ auf dem Programm. Welche das sind, verrät eine Broschüre, die gestern in Berlin vorgestellt wurde.

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Ohne Handwerker wäre heute überall nur Wald. Forstarbeiter Rudolf Schicketanz.

Quelle: Frank Gaudlitz

Berlin. „Handwerk ist Heimat, Bodenständigkeit, Arbeitsplatzsicherung, Tradition und Innovation“, schwärmte Michael Ermrich, Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes, am Freitag in der Berliner Landesvertretung des Landes Brandenburg. Seit zehn Jahren hilft sein Geldinstitut, die Themenjahre von Kulturland Brandenburg mit zu finanzieren. Bei der Vorstellung des Veranstaltungsprogramms für 2016 pries Ermrich „das dezentrale Konzept“ und erwähnte, dass 2014 Kredite im Umfang von fast einer Milliarde Euro an die einheimische Wirtschaft ausgereicht worden seien.

Bäcker, Schmiede und Schneider im Fokus

Inwieweit dabei die 40 000 Handwerksbetriebe im Lande in den Genuss einer Vorfinanzierung kamen, ließ er offen. Der Löwenanteil kam sicherlich den Industriebetrieben zugute. Aber das diesjährige Themenjahr-Motto „Handwerk zwischen gestern & übermorgen“ lenkt nun einmal den Focus auf Bäcker, Schmiede und Schneider. Das Handwerk, das früher einmal goldenen Boden hatte, führt in der (post)industriellen Gesellschaft eher ein Schattendasein. Dabei haben Handwerker die märkischen Kulturlandschaften von Anbeginn an geprägt.

Auftakt im Museumsdorf Glashütte

Das Nachdenken darüber soll mit 34 Projekten gefördert werden, für die die Landesregierung 365 000 Euro zur Verfügung stellt. Die Auftaktveranstaltung wird am 20. Mai im Museumsdorf Glashütte (Teltow-Fläming) stattfinden, das 2016 die Standort-Gründung vor 300 Jahren feiert. Die Kulturland-Kampagne hat einige interessante Veranstaltungsformate entwickelt. In den Werkstätten von Musikinstrumentenbauern werden Konzerte stattfinden, die 31 Städte der AG historische Stadtkerne präsentieren sich mit jeweils einer Handwerkerpersönlichkeit und Künstler sollen in alten Ziegeleien aus gebrannter Erde neue Skulpturen schaffen.

Traditionelle Fertigkeiten plus Digitalisierung

Die Handwerkskammern in Frankfurt (Oder), Cottbus und Potsdam wurden mit ins Boot geholt. Ihr Vertreter Ralph Bühring erklärte den Imageverlust und die Nachwuchsprobleme seiner Branche auch damit, dass viele Kleinbetriebe aus den Städten in Gewerbegebiete gezogen seien. Derzeit stünden die 160 000 Beschäftigen vor der Herausforderung, traditionelle Fertigkeiten und Technologien mit der Digitalisierung, der Energiewende und der Elektromobilität zu verknüpfen. Kaum jemand ahne, dass es im Handwerk 130 Ausbildungsgerufe gebe.

Was wirklich ein Handwerksberuf ist und was nicht, diese Grenze wurde zwischen der Kulturlandkampagne und der Handwerkskammer nicht penibel abgestimmt. In dem Buch „Nicht von gestern! Handwerk in Brandenburg“ (Koehler & Amelang, 188 Seiten, 19,95 Euro) finden sich in einer aktuellen Porträtgalerie neben einer Kürschnermeisterin und einem Büchsenmachern auch Tattoo-Stecher, Bestatter, Schädlingsbekämpfer und Forstarbeiter.

Von Karim Saab

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