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16:12 09.10.2017
Wie die übrigen Gäste des Festivals setzen auch die Römer von Fuzz Populi auf einen effektvollen Auftritt. Quelle: Promo
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Potsdam

Sie schleichen sich auf sanften Sohlen heraus. Der Wind weht. Es raschelt. Bellt in der Ferne ein Hund? Wie aus dem Zwielicht schälen sich die ersten Figuren von Bass und Gitarre. Träge stimmt das Schlagzeug ein. Fuzz Populi – so scheint es – haben die Zeit ganz für sich gepachtet. Bis die Saiten sirenenhaft singen und klagen. Zu einem tosenden Lärm anschwellen. Einem Geräuschpegel, bei dem es kein Entrinnen mehr gibt. Kein Weglaufen vor Faszination. Vor diesen Römern, die eine Messe feiert. Denn das Trio ehrt den FUZZ. Schon im Titel ihres Debüt-Albums „Fuzz Dei“. Und darum geht es. Der Sound der drei bratzt, knallt, röhrt, fiept und wabert.

So lange sind die Jungs noch gar nicht zusammen. Aber für ihr Debüt sie sind sich vollkommen einig darüber, wohin die Reise geht. Dem Fuzz sei Dank. Wie kommt es nur, dass dieses unfassbar unverzichtbare Effekt-Gerät für die Stromgitarre Dekade für Dekade wiederentdeckt wird? Weil es einfach gut ist. Seit die Rolling Stones den Verzerrer für „(I Can’t get no) Satisfaction“ nutzten. Seit es Surf Music gibt. Und Jimi Hendrix, den Gitarren-Gott aus Seattle.

Fuzz Populi durchmessen einen weiten Weg. Beginnen beim Garagen-Rock und enden auf bei psychedelischem Höhenflug. Wohlgemerkt, immer mit der angemessen zerstörerischen Lautstärke und immer mit dem Hang zum Absturz ins fies schmerzende Geräuschhafte. Der Dreier ist dabei gut unterwegs. Nähert sich hier mal den trägen bleischweren Riffs von Black Sabbath, gerät dort mal in Grunge-Gefilde, rumoren wie in den Anfangstagen des musikalischen Untergrunds.

Konzerttermin: Fuzz Populi spielen am Mittwoch, dem 11. Oktober, um 19 Uhr im Urban Spree in Berlin-Friedrichshain.

Von Ralf Thürsam

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