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Vier Konzerte in Potsdam geplant

Polizeiorchester Vier Konzerte in Potsdam geplant

Brandenburgs Landespolizeiorchster kann sich nach politischen Querelen wieder ganz auf die Musik konzentrieren. Am Wahlsonntag intoniert es Musicalhits aus fünf Jahrzehnten im Potsdamer Nikolaisaal. In der Saison 2017/18 legt es hier sogar eine vierteilige Serie für Abonnenten auf.

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Dirigiert das Polizeiorchester: Christian Köhler.

Quelle: Foto: Regine Buddeke

Potsdam. Hinter dem Landespolizeiorchester Brandenburg (LPO) liegen schwere Monate. Der Landesrechnungshof, das Innenministerium und der Landtag haben seine Existenz einer äußerst kritischen Prüfung unterzogen. Aber seit Juni 2017 besteht nun endlich Klarheit. Die 42 Planstellen des Sinfonischen Blasorchesters bleiben erhalten. Die Musiker können wieder befreit aufspielen.

„Wir freuen uns über die klaren Regularien und die absolute Transparenz, die jedem unserer Auftritte zugrunde liegen“, sagt Christian Köhler, der seit 2011 das LPO leitet. Das Reiseorchester ist in der Regel im Land unterwegs, auch in Gegenden, in die sonst kein großer Klangkörper vordringt. „Dass wir in der Saison 2017/18 auch vier große Konzerte im Potsdamer Nikolaisaal spielen können, haben wir unserem tüchtigen Freundeskreis zu verdanken“, so Köhler. Die 140 Mitglieder um den Vorsitzenden Jörg Kramer müssen pro Konzert etwa 5000 Euro Kosten für Orchester und Raummiete einplanen, die sich hoffentlich durch Einnahmen ausgleichen lassen. Die Kartenpreise liegen zwischen fünf und 25 Euro, ein Abo für alle vier Termine wirbt mit dem Preis von dreien.

Die musikalische Palette reicht vom Musical (24. September), einer großformatigen, dramatischen Sinfonie (12. November), Latino-Rhythmen (28. Januar) bis zu einem Barbra-Streisand-Abend (15. April). Das LPO muss neben dem Filmorchester und den Orchestern in Potsdam, Frankfurt, Brandenburg und Prenzlau seinen Platz finden. Alleinstellungsmerkmal ist, dass es nur über einen Streicher verfügt, den Kontrabass, der auch den E-Bass zupft.

Am Wahlsonntag kurz vor der Auszählung der Stimmen stimmt das LPO Musicalhits aus fünf Jahrzehnten an. „Damit machen wir natürlich nichts falsch, das wird vielen gefallen“, ist sich der 37-jährige Dirigent sicher. „Natürlich kann man Melodien aus ,Der Glöckner von Notre-Dame’, ,Mary Poppins’ oder ,Tanz der Vampire’ auch im privat finanzierten Berliner Theater des Westens erleben. Aber bei uns bekommen Sie es mit einem echten großen Liveorchester zu tun!“, hebt der gelernte Posaunist hervor.

Landespolizeiorchester „Alles Musical. Highlights aus fünf Jahrzehnten“ Sonntag, 24. September, 16 Uhr, Nikolaisaal Potsdam. Karten unter 0331/2 88 88 28.

Von Karim Saab

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