Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Kultur Vietnam-Fotograf Billhardt über seine Bilder
Nachrichten Kultur Vietnam-Fotograf Billhardt über seine Bilder
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:18 02.05.2017
Fotoreporter Thomas Billhardt aus Kleinmachnow. Quelle: FOTO: imago
Anzeige
Kleinmachnow

Wer Thomas Billhardt begegnet, ist sich sicher, dass dieser Mann seinen Fotoapparat so schnell noch nicht aus der Hand legen wird. Obwohl ihm dies keiner verdenken könnte. Denn schließlich wird der bekannte DDR-Fotojournalist, der in Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) lebt, am Dienstag 80.

Gelernt hatte Billhardt das Fotografieren von seiner Mutter, Inhaberin eines Fotoateliers, und dann ab 1954 widerwillig an der Fachschule für Angewandte Kunst in Magdeburg studiert. Schon mit wesentlich größerem Enthusiasmus absolvierte er von 1959 bis 1963 ein Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig mit Abschluss als Diplom-Fotografiker/Fotodesigner.

Kurz vor seinem Jubiläum hat der Fotograf seine Lebenserinnerungen als Buch ­herausgebracht. Seit mehr als 60 Jahren reist Billhardt – bis 1989 mit blauem DDR-Pass – mit seiner Kamera um die Welt. 49 Länder hat er in all den Jahren besucht. Er erlebte Anfang der 1960er Jahre das revolutionäre Kuba, reiste zu Zeiten von Chruschtschow und Breschnew durch die Sowjetunion oder drückte bei Begegnungen mit Politikern, wie Chiles Präsidenten Salvador Allende oder Persönlichkeiten wie dem Kosmonauten Juri Gagarin auf den Auslöser. Auch den legendären Bruderkuss zwischen Honecker und Breschnew lichtete er ab.

All das, so erfährt der Leser, ist durchaus dem Zufall geschuldet, denn Billhardt denkt 1961 beim Rückflug von Kuba bei einem Zwischenstopp in Kanada durchaus darüber nach, im Westen zu bleiben. Doch unter dem Einfluss der revolutionären Stimmung auf Kuba entscheidet er sich für die DDR. Eine Haltung, die ihm Partei und Staat dankten.

So erlebt er nach dem Mauerbau weiterhin beide Teile Berlins. Dabei ist er auch mit der Kamera Zeuge des legendären Auftritts der Rolling Stones 1965 in der Westberliner Waldbühne, recherchiert im Auftrag des Dokumentaristen-Duos Heynowski und Scheumann undercover in der Nähe eines US-Stützpunktes in Rheinland-Pfalz und ist Augenzeuge des NPD-Bundeswahlkampfes im Jahr 1969. Besonders ins kollektive Gedächtnis eingeprägt haben sich dabei die Aufnahmen, die dem Fotoreporter während des Vietnamkriegs gelangen. Besonders ein Foto, auf dem ein Pärchen verliebt Hand in Hand unter Palmen schlendert, die Maschinenpistolen auf dem Rücken, bereit zu kämpfen. Dieses Bild machte ihn weltbekannt.

Info: Thomas Billhardt: Meine Abenteuer mit der Kamera, Verlag Nora, 298 Seiten, 19,90 Euro.

Von Werner Geske

Es gibt die Toten Hosen immer noch, Campino sieht die Band deshalb augenzwinkernd als eine „Laune der Natur“. Der Albumtitel ist schon mal Programm. Aus versteckten Reggaesounds, Kraftpop und Hardrock-Riffs – nicht eingeengt vom Schmäh der wahren Punks – entstand das wohl persönlichste Album der Hosen. Eine Kritik.

29.04.2017
Kultur Tote-Hosen Sänger Campino im Interview - „Wir sind der letzte Pfeiler“

Für Europa, gegen Schlagbäume. „Laune der Natur“ heißt das neue Album der Toten Hosen, das am Freitag, den 5. Mai erscheint, das sehr persönlich geworden ist, auf dem die Band aber auch politisch Stellung bezieht. Das RND traf Sänger Campino in Berlin zum Interview über Punk, Provokation, das Leben in der Welt von heute und die Sehnsucht nach Heimat.

29.04.2017

Die Deutsche Filmakademie blickte in Berlin zufrieden in die große, weite Kinowelt: So eine reiche Jahresernte hat sie lange nicht beim Filmpreis präsentieren können. Gleich mehrere Nominierte hatten allem Konsensseligen und Gefälligen eine Absage erteilt und eigenwillige, durchaus auch verquere Werke an den Start gebracht.

28.04.2017
Anzeige