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Kulturfestspiele in Brandenburg Warten auf den Kuss

Die neuen Kulturfestspiele beleben randständige Schlösser mit Konzerten. Vor allem auf ein junges Publikum haben es die Macher abgesehen. Los geht es am 13. August in Schloss Lanke. Dort steht „Jazz mit Jagun“ auf dem Programm.

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Schloss Fürstlich Drehna.

Quelle: Reinhard v. Wegerer

Potsdam. Es geht um Schlösser, Guts- und Herrenhäuser, die darauf warten, wachgeküsst zu werden – weil kein König in ihnen lebte, dessen Ruf die Leute anzieht. Die „Kulturfestspiele Schlösser und Gärten der Mark“ möchten diese Häuser mit Leben füllen und mit Kultur bespielen. Im ersten Jahr ihrer Arbeit haben die Organisatoren fünf Orte ausgewählt, in denen Konzerte gegeben werden, von Klassik bis Jazz: Schloss Lanke (Barnim), Schloss Lübben (Dahme-Spreewald), Schloss Kossenblatt (Oder-Spree), Schloss Fürstlich Drehna (Dahme-Spreewald) und die Kulturkirche Luckau (Dahme-Spreewald).

Verantwortlich für die Festspiele sind die „Freunde der Residenzstadt Königs Wusterhausen“, ein Verein, der getragen wird von der „Stiftung Schlösser und Gärten der Mark“. Sie nennt sich selbst die „kleine, unabhängige Schwester“ der großen „Stiftung Preußische Schlösser und Gärten“, die sich vor allem um renommierte Königshäuser kümmert. „Wir wiederum sind keine Stiftung der Könige, sondern der Kavaliere“, sagt Cord Schwartau, 73 Jahre alt, stellvertretender Vorsitzender der kleinen Stiftung und erster Vorsitzender der „Freunde der Residenzstadt Königs Wusterhausen“. Er glaubt, es gebe viele ungehobene Schätze im Land Brandenburg, die bislang für den Tourismus eher verborgen blieben.

Die künstlerische Leiterin der „Kulturfestspiele Schlösser und Gärten der Mark“ ist Anna Barbara Kastelewicz, 39 Jahre alt, sie ist Geigerin und Leiterin einer Künstleragentur. In zwei der fünf Konzerten spielt sie selbst mit: Am 27. August in Lübben, wo sie mit der Pianistin Alina Pronina ein romantisches Programm aus drei Jahrhunderten vorstellt. Silvester 2016 spielt sie mit Alexander Klein, auch er ein Pianist, Swing- und Jazz-Titel.

Auf Schloss Lanke ist am 13. August die junge Band „Jazz mit Jagun“ zu sehen, auf Schloss Kossenblatt wird am 28. August das Berliner Klarinettenquartett auftreten. Schloss Fürstlich Drehna bietet am 18. September die Bühne für das Jazz-Trio „Voyage“.

Das Festival soll wachsen. Für das Jahr 2017 sind etwa 25 Spielorte vorgesehen, 2018 rechnen die Veranstalter mit 50 Häusern.

info Karten unter www.kulturfestspiele.com

Von Lars Grote

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