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Warum die Zugfahrt für Günther Jauch die Hölle war

TV-Liebling tauft "MS Günther" Warum die Zugfahrt für Günther Jauch die Hölle war

Zuschauer-Magnet in Münster: RTL-Moderator Günther Jauch löst ein Versprechen aus seiner Sendung ein und tauft im Kanalhafen ein Partyschiff auf seinen Vornamen - im vierten Anlauf. Aufregend war aber offenbar vor allem die nervenaufreibende Fahrt nach Münster - im Zug versteht sich.

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Günther Jauch vor der «MS Günther».

Quelle: Friso Gentsch

Münster. Volksfeststimmung im Hafen von Münster: Aus dem früheren grauen Industrie-Gelände mit riesigen Lagerhallen und Anlegestellen für die dicken Kanal-Schiffe ist längst ein In-Viertel mit Szene-Gastronomie und Sportbooten geworden. Wo früher die Kräne Güter bewegten, liegen die Menschen heute in der Sonne. Bereits Stunden bevor der Moderator der RTL-Sendung „Wer wird Millionär?“, Günther Jauch (60), am späten Nachmittag aufkreuzt, gibt es entlang der Kaimauer nur ein Thema. Der Günther kommt und gibt dem Partyschiff von Leon Windscheid dann auch ganz offiziell seinen Namen.

Im Zug ohne Platzreservierung, mit Unterhaltung

Dann ist er da, muss Autogramme schreiben und für unzählige Selfies bereitstehen. Der RTL-Moderator kam am Morgen mit dem Zug. Ohne Platzreservierung und natürlich in der 2. Klasse, wie er erzählt. „Und da bin ich im Zug aus Berlin in einen Junggesellenabschied geraten, es war die Hölle“, plaudert Jauch los und hat am Mikro die Lacher sofort auf seiner Seite.

Günther Jauch machte bereitswillig Selfies fürs Familienalbum seiner Fans und schrieb Autogramme.

Quelle: dpa

Bevor es zur Taufe des 28 Meter langen Schiffes auf den Namen „MS Günther“ kommt, erzählt der 60 Jahre alte Wahl-Potsdamer von seiner kurzen Kindheit in Münster. Als er drei ist, ziehen seine Eltern nach Berlin. Warum hat es 57 Jahre gedauert, bis er mal wieder in Münster vorbeischaut? „Hat sich einfach nicht eher ergeben. Meine Erinnerung an Münster ist gleich Null, ich kenne ja nur die Erzählungen meiner Eltern“, sagt Jauch. Hängengeblieben sei da noch der Verlust eines Kuscheltieres im Schlossgarten und Pinkus Müller, eine noch heute bekannten Brauerei mit Ausschank in Münster. „Da soll mein Vater wohl öfter gewesen sein.“

Taufe von einer Spenden-Aktion begleitet

Am Mikrofon liefern sich Gastgeber Leon Windscheid und Jauch fetzige Wortgefechte. Dass er gekommen sei, liege auch an Windscheids Ideen. „Was er hier macht, ist mal was anderes. Nicht wie sonst, wo Gewinner der Oma einen Wintergarten kaufen wollen“, sagt Jauch und schreitet zur Taufe des 110 Jahre alten Schiffes. Es kommt aus Holland, hat einige Besitzwechsel hinter sich und wurde bereits mehrmals umgetauft.

Diesmal ist die Taufe begleitet von einer großen Spenden-Aktion. Wer bei der anschließenden Fahrt über den Dortmund-Ems-Kanal dabei sein will, muss für eine Karte tief in die Tasche greifen. Das gleiche gilt für die Party am Abend mit dem TV-Gast. Der Erlös geht an ein Flüchtlingsprojekt in Münster.

„Nach Merkels Satz, 'Wir schaffen das', sagen wir 'Wir machen was'“, sagt Windscheid. Mit wir meint der Psychologie-Doktorant sich und seinen Partner Oliver Trepper. Zusammen wollen sie mit dem Partyschiff in Zukunft Geld verdienen. Angekündigt hatte das Windscheid bei seinem Sieg in der Jauch-Sendung im Dezember 2015. Jauch sagte spontan zu, zur Taufe zu kommen.

"Ist ja peinlicher als beim Oktoberfest"

Bei der hängt eine Sektflasche von Jauchs eigenem Weingut an der Saar am Band. Die Taufe klappt unter dem Gejohle der Zuschauer erst mit dem vierten Versuch. „Ist ja peinlicher als beim Oktoberfest, wenn der Fassanstich nicht gelingt“, sagt Jauch. Windscheid gesteht, dass er genau vor dem Moment riesigen Bammel gehabt habe. „Da war ich heute nervöser als bei der Millionen-Frage“, sagt Windscheid. „Entweder ist das Schiff aus Pappe oder die Flasche aus Beton“, rief der Moderator nach dem dritten Versuch.

Trotz der Panne lädt Windscheid Jauch ein, seinen 70. Geburtstag auf der „MS Günther“ zu feiern. „Wir stellen dann in zehn Jahren auch einen Rollator“, kündigt der neue Schiffseigner frech an. Jauch lächelte, das Versprechen zu kommen, gibt er diesmal nicht.

dpa

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