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17:48 07.05.2016
Musiker Udo Lindenberg und der Kapitän des Kreuzfahrtschiffes „Mein Schiff 3“. Quelle: dpa
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Europa/Brandenburg

Völlig überraschend kam das nicht. Der Eierlikör, das Udo-Lindenberg-Kultgetränk, wird nicht reichen. Kurz nach Lissabon ist es dann tatsächlich so weit. Die 2500 Fans des Sängers an Bord der „Mein Schiff 3“ haben die letzten der 720 vor der Seereise gebunkerten Flaschen ausgetrunken. Die Story vom Eierlikör-Engpass ist nur eine von vielen, die in diesen Tagen die Runde macht.

Der 69-Jährige erscheint allgegenwärtig. Mit Lindenberg kann man glänzen, die Plattenfirma, die Medien, auch Tui Cruises, die Reederei. Das war zwischenzeitlich, vor seinem Comeback 2008, mal ganz anders. Doch jetzt ist er der Super-Udo – und wohl so beliebt wie nie zuvor.

Was verbinden Sie mit Udo Lindenberg?

„Cello“, „Rudi Ratlos“, „Sonderzug nach Pankow“, „Mädchen aus Ostberlin“: Mindestens einen Song von Udo Lindenberg kennt fast jeder über 40-Jährige. Viele von uns verbinden ganz persönliche Geschichten mit dem unverwüstlichen Rocker. Der Wahlhamburger hat eine riesige und treue Fangemeinde, vor allem in Ostdeutschland.

Am 17. Mai feiert Udo Lindenberg seinen 70. Geburtstag. Zeit für Erinnerungen und Gratulationen: Schreiben Sie uns bitte, was Sie persönlich mit Udo Lindenberg oder einem seiner Songs verbindet. Welches Lied können Sie besonders gut mitsingen? Was wünschen Sie Udo?

Schreiben Sie bitte an:

Märkische Allgemeine, Kennwort Leserpost, Postfach 60 11 53, 14411 Potsdam oder per Mail an: leserbriefe@MAZ-online.de. Kommentieren können Sie gern auch auf unserer Facebookseite: www.facebook.com/MAZonline

Die Lindenberg-Wochen haben gerade erst begonnen. Am 17. Mai wird die Deutschrock-Legende 70 Jahre alt. Drei Tage später startet er seine Tournee „auf Schalke“. Der Rockliner mit ihm und seinem Panik-Orchester an Bord stach nun vorab im spanischen Málaga in See. Während Lindenberg über Lissabon und Gibraltar nach Mallorca schipperte, katapultierte sich sein neues Album „Stärker als die Zeit“ an die Spitze der deutschen Charts.

186 Flaschen Eierlikör gehen schon am ersten Abend weg. Die Fans wirken geradezu gierig auf die Ferien mit ihrem Idol. Wie Schüler, die am letzten Schultag ihre Ranzen in die Ecke werfen, starten sie in ihr Udo-all-inclu- sive-Leben auf dem Schiff. Manche scheinen durchgehend mit Lindstärke 10 Party machen zu wollen.

Udo an Board des Schiffes. Lässig wie immer. Quelle: dpa

Die Rockliner-Köche stellen ab Gibraltar den Eierlikör selbst her. Insgesamt kochen sie 750 zusätzliche Liter. Eier, Zucker, Rum, Kondenzmilch, „kein Ding“, würde Lindenberg wohl sagen. Für ihn sei der Stoff eine Art Arznei, wenn seine Stimme mal wie ein Trecker knattert.

Udo und die „gezielte Wirkstoffeinnahme“

Lindenberg kokettiert heute mit den Exzessen von einst. Abstinent lebt er wohl nicht. Er spricht von einer „gezielten Wirkstoffeinnahme“. Auf der Bühne nippt er nur, reicht sein Glas an einen Fan weiter. Ein Schiffssteward serviert Nachschub für die erste Reihe. Lindenberg ist eben auch ein Dienstleister, kein ferner Star.

Seine drei, fast dreistündigen Shows im Theater des Schiffes sind herausragend. Es sind Rockrevuen. Teilweise tollen 20 Musiker und Tänzer mit dem bald 70-Jährigen über die Bühne. „Horizont“ übernimmt das Publikum fast alleine. „Wozu sind Kriege da?“ ist aktueller denn je. „Wie lange muss ich diesen Song noch singen?“, fragt er. Ihm ist klar, dass er an Bord eines Schiffes der Freude ist, das durch einen traurigen Ozean fährt, auf dem Kriegsflüchtlinge Richtung Europa unterwegs sind.

Wo ist nur der ganze Eierlikör hin? Quelle: dpa

820 Liter Eierlikör sind nach vier Tagen verbraucht. Der Rockliner steuert auf Ibiza zu. Nur wenige Popstars haben eben so hingebungsvolle Fans wie Lindenberg. Rudolf Wartha (48), Torsten Muck (54) und Thomas Richter (47) sind Teil der Kulisse, weil sie sich exakt wie ihr Idol kleiden. Sie verkörpern dessen „Botschaft“, wie sie es formulieren. Man muss hinzufügen: auch dessen Putzigkeit. Hut, Haare hinten lang, getönte Brille, Glitzergürtel – sie sehen Lindenberg zum Verwechseln ähnlich. Sie haben sogar sein typisches Treckerlachen drauf: „Hahahahaha.“ Dass Richter nicht das Original ist, wollen viele nicht glauben, erzählt er. Wartha, in der Nähe von Tauberbischofsheim aufgewachsen, also im Westen, und Muck, der aus Salzwedel in der früheren DDR stammt, verehren den Sänger aus denselben Gründen: weil er sich für Menschlichkeit und Freiheit stark macht, weil er sagt, was er denkt.

Er ist da, „wo die Action ist“

Ab und zu kreuzt Lindenberg irgendwo auf dem Schiff auf, „da, wo die Action ist“. Aber auch dort, wo die „Selfielogen“ lauern. „Die machen klickedieklack.“ Wenn Udo öffentliche Bereiche wie das Pooldeck oder die Raucherlounge betritt, dann weiß er, dass ihm seine „Kundschaft“ mit Fotowünschen entgegenströmt. Klickedieklack. Udo lässt niemanden stehen. „Wenn ich jemanden gut finden würde, würde ich mir auch ein Selfie holen.“

Am Ende der Reise sind 1470 Liter Eierlikör getrunken. Als der Lindenberg-Tross von Bord war, schifften die Wiener Philharmoniker ein. Erwarteter Eierlikörverbrauch: null.

Laut, bunt, schrill: Auf dem Rockliner „Mein Schiff 3“ feiern Udos Edelfans ihr Idol. Einige von ihnen sehen dem deutschen Superstar sogar zum Verwechseln ähnlich.

Udo Lindenberg in Hochform: Mit seinem Lieblingsgetränk Eierlikör prostet der bald Siebzigjährige seinen Fans auf dem Kreuzfahrtschiff zu.

Von Mathias Begalke

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