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"Wattolümpiade" mit schmutzigen Spielen für saubere Sache

Freizeit "Wattolümpiade" mit schmutzigen Spielen für saubere Sache

Saubere Spiele? Was für Rio viele bezweifeln, geht in Brunsbüttel schon gar nicht: Die "Wattolümpiade" ist eine dreckige Angelegenheit. Die Teilnehmer messen sich im Schlick in skurrilen Sportarten.

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«Wattlethen» kämpfen bei der Wattolümpiade um den Ball.

Quelle: Daniel Bockwoldt

Brunsbüttel. Der Wettergott muss die "Wattolümpiade" lieben: Pünktlich zum Beginn der Schlammschlacht von Brunsbüttel an der Elbmündung schob er die drohend dunklen Regenwolken beiseite. Bei Sonne und Schäfchenwolken startete am Samstag die "XII. Wattolümpiade".

Eine Woche vor Beginn der Olympischen Sommerspiele in Brasilien kämpften 40 Teams um "wattolümpisches" Edelmetall. Sie spielten Fußball, Handball und Volleyball und maßen sich im Schlittenrennen - doch ihr Terrain fiel völlig aus dem Rahmen. Statt grünen Rasens oder sauberer Sandbahn trafen sich die Teilnehmer im schlickigen Watt am Elbdeich Soesmenhusen. "Heute kann die Welt richtig schmutzigen Sport sehen", sagte Wettkampfleiter Oliver Kumbartzky. "Unsere Spiele werden mindestens genau so bunt und fröhlich wie die in Rio." 

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Bei der Wattolümpiade bekommt jeder seine Schlammpackung.

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Der Spaß kam bei dem Sport im Matsch nicht zu kurz. Die "Raclettis" brachten Stimmung aus der Schweiz nach Dithmarschen, das Team aus Tschechien tanzte gut gelaunt beim Einzug der Mannschaften, eine Mannschaft aus Pinnberg suchte unter den Zuschauern auf die Schnelle noch einige Mitspieler - weil "two and a half men" ausgefallen waren, wie ein Teammitglied erklärte. 

Die "Wattlethen" genannten Männer, Frauen, Jungen und Mädchen kämpften im schlickigen Watt für einen guten Zweck: Traditionell werden die Erlöse der schleswig-holsteinischen Krebsgesellschaft gespendet. Mit dem Spaß im Matsch wurden nach Angaben der Veranstalter seit dem Beginn im Jahr 2004 schon mehr als 290 000 Euro eingesammelt. Von dem Geld werden seit 2005 unter anderem zwei Beratungsstellen für Krebspatienten und deren Angehörige an der Westküste finanziert.

Organisator Michael Behrendt nannte die "Schlammschlacht von Brunsbüttel" einen Spaß für Menschen, die sich gerne dreckig machen, und für Menschen, die Spaß daran haben, wenn andere sich dreckig machen. Tausende Zuschauer verfolgten vom Deich aus das Spektakel, das bis zum Abend dauern sollte.

dpa

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