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Weimar bekommt neues Bauhaus-Museum

Museen Weimar bekommt neues Bauhaus-Museum

In Weimar entsteht eines von drei neuen Bauhaus-Museen in Deutschland. Es ist eine Reverenz an die bahnbrechenden Leistungen der Bauhäusler, aber nicht nur. Von ihren Ideen können bis heute Architekten und Designer zehren.

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Spatenstich für das neue Bauhaus-Museum in Weimar.

Quelle: Sebastian Kahnert

Weimar. Mit einem symbolischen Spatenstich hat in Weimar der Bau des neuen Bauhaus-Museums begonnen. Bis Ende 2018 und damit noch vor dem 100-jährigen Jubiläum des 1919 von Walter Gropius und anderen Künstlern gegründeten Staatlichen Bauhauses soll das knapp 23 Millionen Euro teure Objekt fertig sein.

Der Bund habe sich entschieden, zum 100. Jahrestag gleich drei neue Bauhaus-Museen zu finanzieren - in Weimar, Dessau und Berlin, sagte Thüringens Kulturminister Benjamin-Immanuel Hoff (Linke) am Dienstag. Sie sollen nicht nur an eine unverändert lebendige Tradition erinnern, sondern auch neue Ideen vorantreiben helfen.

In Berlin ist für 56,2 Millionen Euro bis 2021 ein Gebäude für die weltweit größte Bauhaus-Sammlung geplant. In Dessau soll bereits bis zum Jubiläum 2019 ein neues Museum im Stadtpark entstehen. Die Kosten sind auf 25 Millionen Euro veranschlagt.

Das Weimarer Bauhaus-Museum sollte ursprünglich bereits in diesem Jahr fertig sein. Aber die Suche und der Streit über den besten Standort und die Finanzierung des Projekts führten immer wieder zu Verzögerungen. Letztlich setzte sich die Stadt Weimar nach mehreren Bürgerentscheiden und Stadtratssitzungen mit dem Standort in der Nähe vom Neuen Museum und Neuer Weimarhalle durch.

Nicht alle Bürger teilen bis heute diese Entscheidung, wie Pfeifkonzerte und Transparente am Rande des Spatenstiches gegen den Museumsbau zeigten. "Es war ein langer Weg bis hierher", sagte dann auch der Präsident der Weimarer Klassik, Hellmut Seemann. Der Entwurf des Weimarer Bauhaus-Museums stammt von der Berliner Architektin Heike Hanada.

Im Frühjahr 2016 wird in Weimar der Grundstein für das neue Museum gelegt werden. Es soll das 1995 eröffnete Provision im Stadtzentrum ersetzen. Auf 2500 Quadratmetern sollen dann die experimentelle und pluralistische Anfangszeit des Bauhauses und die Aufbruchstimmung der Bauhäusler in Weimar dokumentiert werden. Erst in Dessau, wohin es 1925 auf Druck reaktionärer Kräfte umziehen musste, entwickelte es sich zu jener weltberühmten Avantgardeschule für Architektur und Design. 1933 wurde das Bauhaus auf Druck der Nationalsozialisten in Berlin geschlossen.

Die Stiftung geht davon aus, dass sich mit dem Neubau in Weimar die Besucherzahlen von derzeit knapp 60 000 verdoppeln werden. "Die Wirkung des Weimarer Bauhauses national und international ist enorm", sagte der Generaldirektor der Museen der Klassik Stiftung, Wolfgang Holler.

dpa

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