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Weißrussin Alexijewitsch mit Literaturnobelpreis geehrt

Nobelpreise Weißrussin Alexijewitsch mit Literaturnobelpreis geehrt

Der Literaturnobelpreis für die Weißrussin Swetlana Alexijewitsch löste im Oktober viel Jubel aus. Jetzt hat die Chronistin des Alltags der zerfallenen Sowjetunion den Preis in Stockholm bekommen.

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Swetlana Alexijewitsch ist die Chronistin des Alltags der zerfallenen Sowjetunion. Foto: Marcus Ericsson

Stockholm. Die weißrussische Schriftstellerin Swetlana Alexijewitsch hat am Donnerstag in Stockholm den diesjährigen Literaturnobelpreis entgegengenommen.

Schwedens König Carl XVI. Gustaf überreichte der gelernten Journalistin den Preis, den sie "für ihr vielstimmiges Werk, das dem Leiden und dem Mut in unserer Zeit ein Denkmal setzt", bekommen hat. Es ist erst das 14. Mal, dass eine Frau den prestigeträchtigen Preis erhält. Sie spürt in ihren Büchern wie "Secondhand-Zeit" den bitteren Folgen der Sowjetherrschaft nach.

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König Carl XVI. Gustaf überreicht den Literaturnobelpreis an Swetlana Alexijewitsch. Foto: Jonas Ekstromer

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Alexijewitsch hat dabei einen eigenen literarischen Stil geprägt, indem sie das Schicksal der Menschen in der früheren Sowjetunion anhand von Interviews dokumentiert. Sie sammle "den Alltag von Gefühlen, Gedanken, Worten", hatte die 67-Jährige bei der traditionellen Nobelrede am Montag erklärt. Während sie die Geschichte von ganz normalen Menschen erzähle, werde nebenbei große Geschichte erzählt, hatte sie betont. "Ich liebe die einzelne menschliche Stimme. Das ist meine größte Liebe und Leidenschaft."

Im vergangenen Jahr war der Franzose Patrick Modiano mit dem wichtigsten Literaturpreis der Welt geehrt worden.

Auch die Nobelpreise für Medizin, Physik, Chemie und Wirtschaft wurden am Donnerstagnachmittag in Stockholm verliehen. Der Friedensnobelpreis war schon am Mittag in Oslo an das tunesische Quartett für den nationalen Dialog überreicht worden.

Alle Preise sind mit acht Millionen Kronen (rund 860 000 Euro) dotiert. Sie werden jedes Jahr am Todestag des Preisstifters Alfred Nobel in Stockholm und Oslo verliehen.

dpa

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