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Welterbe: Iran und Singapur freuen sich

UN Welterbe: Iran und Singapur freuen sich

Singapur hat seine erste Welterbestätte, und Iran kann sich doppelt freuen: Das Unesco-Welterbekomitee hat am Samstag in Bonn weitere Kulturstätten ins Welterbeverzeichnis aufgenommen.

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Die iranische Stadt Susa hat bereits eine 5000-jährige Siedlungsgeschichte.

Quelle: EPA/Abedin Taherkenareh

Bonn. Für Singapur wurde der Botanische Garten eingetragen.

Der südostasiatische Staat hatte sich wie das ebenfalls erfolgreiche Jamaika erstmals mit einzigartigen Stätten für die Aufnahme in das prestigereiche Welterbe-Verzeichnis beworben.

Iran schaffte es gleich mit zwei Nominierungen auf die Liste: Weltkulturerbe sind nun die Stadt Susa mit ihrer 5000-jährigen Siedlungsgeschichte sowie das historische Höhlendorf Maymand. Seit Jahrtausenden sind die Höhlenhäuser permanent bewohnt. Die chinesischen Tusi-Stätten, die ein Stammeshäuptlingssystem repräsentieren, schafften es ebenso auf die Welterbe-Liste wie die historischen Stätten der Baekje-Dynastie in Korea.

Für Deutschland stieg unterdessen die Spannung. Am Nachmittag wurde zunächst eine Entscheidung zur Sammelbewerbung von fünf Ländern zur Wikingerkultur erwartet, an der auch Deutschland beteiligt ist. Eine Aufnahme der Wikinger-Stätten in die Welterbe-Liste wurde allerdings nicht erwartet. Der Weltdenkmalrat ICOMOS hatte noch wesentliche Nachbesserungen der Bewerbung gefordert.

Die beiden deutschen Bewerbungen mit der Hamburger Speicherstadt und dem Naumburger Dom sollen am Sonntagmorgen zur Debatte kommen. Die Hamburger Aussichten gelten als gut, die Naumburger als schlecht.

Am Freitag hatte die Unesco unter anderem einen wichtigen Ort der Christen in Jordanien ins Weltkulturerbe aufgenommen: Die Historische Siedlung Bethanien ist laut biblischer Überlieferung Wohn- und Wirkungsort Johannes des Täufers.

Auf der Welterbeliste stehen derzeit knapp über 1000 Kultur- und Naturerbestätten aus 161 Ländern. Deutschland verzeichnet bislang 39 Welterbestätten.

 

dpa

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