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Wenn Stille sich zum Soundorkan steigert

MAZ-Konzerttipp Wenn Stille sich zum Soundorkan steigert

Oh ja: Diese Briten aus Brighton haben einen ganz schweren Mix erdacht. Metallisch präzises Hämmer und Ächzen trifft auf progressive Rock-Elemente und das mächtig wütendes Geraunze am Mikrofon. Der Vierer macht eine Menge Versprechungen – und hält sie auch. Hut ab! Am Dienstag stellen Black Peaks ihr Debüt-Album in Berlin vor.

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Wilde Gesellen aus Brighton.

Quelle: Danny North

Potsdam. Man kann sich niemals sicher sein, wann sie über uns kommen: Bei hellem Tageslicht oder wenn die Nacht am tiefsten. Die Black Peaks sind vom ersten Hieb auf die Trommelfelle, vom ersten mit Wucht heraus geschmetterten Riff, vom ersten Schrei, den Sänger Will Gardner aus seiner Kehle entlässt ein Überfallkommando. Ihr Ziel: sofortige Überwältigung und Ergebenheit. Den Briten aus Brighton, erst vor vier Jahren gegründet, ist in Metal-Kreisen schon eine große Zukunft beschieden worden – von einem Album des Jahres 2106 geht bereits die aufgekratzte Kunde.

Nun, abwarten: Was man von dem Quartett von der Kanalküsten indessen behaupten kann, ist, dass es sich auf seine Art gekonnt zwischen die Stühle setzt. Positiv gewendet, heißt dies nichts anderes, als dass ganz verschiedene Szenen eine höllische Freude an ihrem Debüt-Album „Statues“ haben wird. Denn an diesen Statuen ist überhaupt nichts fest,steif oder sonst wie stofflich gebunden.

Vielmehr fühlt sich die Band mit ihrem ausgeprägten wie selbstgewählten Eklektizismus pudelwohl dabei, wenn sie verschiedene Ebenen von Härte, Tempo und Dynamik völlig losgelöst auskostet. Haarscharfer Hardcore, konstruiert geschachtelte Gitarrenarbeit, punktgenau böllernder Bass und mächtige Drums, Strukturen, die eher im Progressive Rock angesiedelt sind. Die Schönheit eben erst gefundener Melodien wird eben so abrupt niedergewalzt, erstickt oder in das rasende Toben eines Orkans überführt. Selbst der Gesang reicht von lyrisch schmachtend bis hin zu rüdem Raunzen. Eine Truppe mit vielen Gesichtern. Mit einem maßlos guten, janusköpfigen Sound.

Konzert: Dienstag, 27. September, 19 Uhr, Cassiopeia, Berlin-Friedrichshain.

Von Ralf Thürsam

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