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15:16 20.02.2018
Bas Keizer in der Titelrolle im Film "Cobain". Quelle: W-Film
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Berlin

Was für ein Gesicht! Bas Keizer, 1998 geborener Niederländer, spielt die Titelrolle in dem Film „Cobain“ mit einer darstellerischen Wucht, die man lange nicht vergisst. Der 15-Jährige gibt einen Heimjungen, der die Aussicht auf eine Pflegefamilie hat. Unschlüssig streift er durch die Straßen, durch Spelunken und Methadonausgabe-Stellen. Denn er sucht seine drogenabhängige Mutter, zu ihr zieht es ihn, zu ihr und zu ihrem ungeborenen Baby. „Hör mal, Junge, sie isses nicht wert. Die kommt doch eh wieder auf die schiefe Bahn. Irgendwann liegt sie tot im Straßengraben, nachdem sie sich noch so einen wie dich zugelegt hat, “ sagt ein Bekannter zu ihm. „Das ist meine Mutter, von der du so redest.“ Trotz der Ignoranz der Mutter gegenüber ihres Sohnes, trotz ihrer Wutausbrüche ist Cobain loyal und entschließt sich zu einem radikalen Schritt. Nanouk Leopolds Film ist eine bewegende Mutter-Sohn-Geschichte, die einem am Ende den Atem raubt, erbarmungslos und kaum erträglich. Bas Keizer, übrigens zufällig vor der Schule gecastet, wünscht man viele weitere Rollen. Eine echte Entdeckung dieser junge Mann, in dessen Gesichtsausdruck Sorge und Sehnsucht, Trotz und Aufruhr nur einen Wimpernschlag auseinanderliegen.

„Cobain“, zu sehen noch einmal am 24.Februar, 10.30 Uhr, Cinemaxx 1

Von Claudia Palma

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