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Kultur Wilde Nächte in Storkow
Nachrichten Kultur Wilde Nächte in Storkow
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20:03 21.02.2018
Daniel Roth in Storkow Kalifornia, Deutschland 2018 Regie: Kolja Malik. Quelle: ilmakademie Baden-Württemberg / Jieun Yi
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Berlin

Brandenburg kann auch anders: Storkow (Landkreis Oder-Spree) in Kolja Maliks Berlinale-Beitrag „Storkow Kalifornia“, zu sehen in der Reihe Perspektive Deutsches Kino, bedient alles andere als das erwartbare Bild von Brandenburg. Vielmehr scheint man hier Hals über Kopf in einem Andy-Warhol-Film aus den wilden 1970er Jahren gelandet zu sein: Harte Drogen, gieriger Sex, grellbunte Lichter und eine recht vernebelte Sicht auf das Leben finden hier zu einem Roadmovie der besonderen Art zusammen. Ein junger Mann (Daniel Roth), optisch eine Kreuzung aus Kurt Cobain und Pandabär (Augenringe), verbringt seine Nächte in trostlosen Raststätten-Kneipen bei Storkow, wünscht sich aber verständlicherweise nach Kalifornien. Im Schlepptau hat er eine verlebte ältere Frau, in der man zunächst seine Geliebte vermutet. Aber es ist seine Mutter. Pandabär entflieht ihr schließlich mittels einer seltsamen amour fou zu einer Polizistin (Lana Cooper). Doch rauschhafte Bilder allein machen noch keinen guten Film aus. Was bei Andy Warhol vor 40 Jahren funktionierte, lässt sich nicht ohne Weiteres auf Brandenburg übertragen. Storkow ist nicht die Factory und der Versuch, sich diese Art von gewachsener Coolness auszuleihen, wirkt leider provinziell.

„Storkow Kalifornia“, noch einmal zu sehen am 16.2. um 20 Uhr Cinemaxx 1; 17.2., 12.30 Uhr, Colosseum und um 20 Uhr Cinemaxx 1.

Von Tiziana Zugaro

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