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Kultur Wo immer auch Hoffnung wächst
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08:00 25.04.2016
Geht seinen Weg: Conny Ochs. Quelle: Christian Thiele
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Potsdam

Halle, Golzow, Italien. Hin und her und zurück. Einst, jetzt und bald. Conny Ochs wuchs an der Saale auf, versuchte sich in einigen Rockkapellen, eine davon hieß Baby Universal. Bis er entschied, ich gehe meinen Weg allein. Eine Konsequenz, der er sich bei seinen Einzelgängen auch im Studio stellt. Seine Stücke, respektive die seiner jüngsten Platte „Future Fables“, werden mit analogem Equipment aufgenommen. Wie zuletzt im brandenburgischen Golzow bei Thommy Krawallo, der bereits Produktionen von Hans-Eckhard Wenzel, Dota oder Pankow betreute. Ochs, der in mittlerweile Italien einen Ruhepunkt für sich gefunden zu haben scheint, umgibt sich mit Gitarren, eingestöpselt oder eben nicht. Klavier, Bass und Schlagzeug dürfen, müssen aber nicht sein. Ochs, der vielgereiste, lernt viel auf der Straße, hört genau zu und macht sich seinen Reim drauf. Ob die Stücke nun „No Easy Way Out“ oder „Piece of Heaven“ heißen. Doch selbst wenn er von Ausweglosigkeit oder dem verzweifelten Wunsch, ein Stück vom Himmel zu ergattern, erzählt, oder von sonderbaren Träumen – etwas Licht, etwas Hoffnung, etwas Zuversicht gehören immer dazu. Mag sein, dass dies bei den Moll gefärbten Liedern nicht sofort auffällt. Musikalisch indes gibt sich Ochs, der bereits mit Doom-Legende Scott „Wino“ Weinrich kooperierte, überaus offen. Mit Zupfe-Fingern für den Folk. Mit Slides für den Blues. Mit rohem, schwerem Rock. Man versteht, der Mann ist lange noch nicht am Ende mit seinem Latein. Und nimmt das Unfertige wie selbstverständlich in Kauf wie das halb fertige Studio in einem vormaligen Schulhaus.

Konzert: Mittwoch, 27. April, um 20 Uhr im Schokoladen in Berlin-Mitte.

Von Ralf Thürsam

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