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Kultur Wolff hält Trump für ungefährlich
Nachrichten Kultur Wolff hält Trump für ungefährlich
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17:03 27.02.2018
Michael Wolff bei der Buchpremiere von „Feuer und Zorn“ in der Berliner Volksbühne. Quelle: dpa
Berlin

Ist das nun beruhigend oder erst recht schockierend? Glaubt man Michael Wolff, dann ist US-Präsident Donald Trump dermaßen minderbemittelt, dass er gar nicht in der Lage ist, nennenswerten Schaden anzurichten. „Trumps Regierungszeit wird am Ende nicht so schlimm gewesen sein wie die von George W. Bush“, sagte der Bestsellerautor am Montagabend bei der Vorstellung seines Enthüllungsbuches über den 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika in der Berliner Volksbühne.

Nach sieben Wochen schon übersetzt

Wolff hat in „Fire and Fury“ (Feuer und Zorn) das Innenleben des Weißen Hauses beschrieben und damit einen Coup gelandet. Das Buch ist in den USA der Renner. Erst sieben Wochen ist es her, dass es dort erschienen ist, und schon sind die 480 Seiten auf Deutsch zu haben. Wolff hat sich gleich nach Amtsantritt im Weißen Haus gemeldet und gefragt ob er Trump beim Regieren beobachten und ein Buch darüber schreiben dürfe. Er durfte.

Nicht lesen, nicht hören, nicht verstehen

„Ich saß tagelang nur auf einem Sofa rum“, erzählte Wolff. Niemand habe sich um ihn gekümmert. Irgendwann gewöhnten sie sich an ihn. Wolff beobachtete, sprach mit Trumps Vertrauten und erlebte einen Präsidenten, der nichts liest, niemandem zuhört und nicht in der Lage ist, komplexere Informationen zu erfassen, geschweige denn sie sich zu merken. Der Mann sei völlig abhängig von seinen Beratern. Doch die seien zerstritten und hätten kein Konzept. Lediglich der rechtsnationalistische, mittlerweile geschasste Steve Bannon habe eine klare Linie vertreten.

Unfähig, einen Krieg anzufangen

Wolff hält Trump zwar für einen narzisstischen Kindskopf, der pöbelt und poltert, politisch sonderlich gefährlich findet er ihn aber nicht. „Donald Trump kann gar keinen Krieg anfangen, weil er gar nicht weiß, wie man so etwas Kompliziertes macht“, so Wolff. Zudem glaube er nicht, dass Trump vier Jahre als Präsident durchhält. Na, wenn das mal gut geht.

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