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Wummern, feste wummern

MAZ-Konzerttipp Wummern, feste wummern

Es gibt eine Macht, die immer wieder aufs Neue Jünger um sich schart. Nennen wir sie einfach Heavy Rock. Doctor Cyclops aus dem Appenin kann davon nicht lassen. Das Trio aus Italien streift nur allzu gern in den Siebzigern herum. Mit Sixties-Beats oder The Clash können dagegen The DogHunters aus Köln überzeugen.

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Kennen sich besonders mit den Siebzigern aus: Doctor Cyclops.

Quelle: Luca Chinaglia

Potsdam. Die Hunde sind los. Doctor Cyclops haben sie von der Leine gelassen. Dieser Dreier aus dem Norden Italiens zeigt auf seinem jüngsten Album „Local Dogs“ eine unerhörte Menge Biss. Weil er sich auskennt, weil er den Heavy Rock der Siebziger und auch die nachfolgende Zeit gründlichst studiert hat. Wer als abreisen will ins Dröhnland, der ist hier gut aufgehoben. Denn Doctor Cyclops, vor zehn Jahren in der dörflichen Abgeschiedenheit des Apennin gegründet, fahren ein paar Heuler auf, die es in sich haben. Es kracht wie bei den frühen Deep Purple – gelegentlich gibt’s also etwas Orgelwerk obendrauf. Es fällt zudem leicht, in der musikalischen DNA des Power-Trios Strukturen von Black Sabbath auszumachen und allerlei andere Ahnen des unzerstörbaren, hart wummernden Rock. Dieser Dreier hat die Bestien fest im Griff.

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Es ist wie die Beschwörung, die Sängerin und Bassistin Mlny Parsonz mit mächtig brausender Stimme vornimmt. Einer Schamanin gleich. Derweil dreht sich der Rest von Royal Thunder wie in Trance langsam im Kreis. Die Band aus Atlanta im Bundesstaat Georgia pflegt einen unverkennbar eigenen Stil. Den füttert sie mit Elementen aus Classic Rock, progressiven Anleihen und Grunge. Und bleibt dabei stets erschreckend intensiv und beeindruckend dunkel. Royal Thunder gastieren am Freitag, dem 8. Dezember, um 20 Uhr im Musik & Frieden in Berlin-Kreuzberg.

Royal Thunder: Wick. Spinefarm/Universal.

Über Pferde und andere abgefahrene Begebenheiten erzählen Jess And The Ancient Ones auf ihrer aktuellen Langrille. Schaffen sie ohne Schwierigkeiten und kehren dafür ins Jahr 1967 zurück, als die Doors ihren ersten Ruhm einfuhren und Jefferson Airplane abhoben in unerschlossene Galaxien. Sängerin Jess und ihre Gefährten aus Finnland legen ihre dritte Platte vor. Klingen verdreht, obskur und wie aus einer anderen Welt. Buddha, Pilze, explodierende Köpfe. Eine farbenfrohe wie perfekte Halluzination. Jess an The Ancient Ones spielen am 9. Dezember um 20 Uhr im Bi Nuu in Berlin-Kreuzberg.

Jess And The Ancient Ones: The Horse And Other Weird Tales. SVART/Cargo.

Etwas weniger heftig geht es indessen bei The DogHunters zu. Der junge Fünfer aus Hürth bei Köln kann ebenfalls eine Menge mit Rockmusik für die älteren Semester anfangen. Auf ihrem Album „The Shit Singles“ bringen sie sozusagen ein erfrischendes Update aus Beat, Rock, Blues von - sagen wir mal - dem Frühstart der Rolling Stones bis zu The Clash. Ein paar psychedelische Schlenker sind ebenso eingebaut wie Glam und Pop-Appeal. Schön unbekümmert rotzfrech.

Die Konzerte: Doctor Cyclops spielen am Freitag, dem 1. Dezember, um 21 Uhr im Zosch in Berlin-Mitte. The DogHunters treten am Montag, dem 4. Dezember, um 20 Uhr im Kaffee Burger, in Berlin-Mitte auf.

Von Ralf Thürsam

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