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Kultur Xavier Naidoo singt für Deutschland beim ESC
Nachrichten Kultur Xavier Naidoo singt für Deutschland beim ESC
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08:29 19.11.2015
Xavier Naidoo Quelle: dpa
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Potsdam

Der deutsche Teilnehmer am kommenden Eurovision Song Contest (ESC) steht fest. Xavier Naidoo soll bei dem internationalen Liederwettbewerb für Deutschland antreten. Damit dürfen die Zuschauer demnach bei der Show „Unser Song für Xavier“ am 18. Februar nur noch über den Song abstimmen, mit dem der Künstler ins Renen gehen soll.

„Ich hab richtig Lust auf den ESC! Dieser völkerverbindende Wettbewerb ist für mich etwas ganz Besonderes. Und klar, ich trete an, um das Ding nach Hause zu holen“, wurde Naidoo auf der Seite eurovision.de zitiert. Zuerst hatte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ darüber berichtet.

Naidoo: ich stehe für Liebe, Freiheit, Toleranz und Miteinander

„Ich verspreche, so schön und so gut zu singen wie noch nie in meinem Leben. Ich will in den drei Minuten auf der Bühne zeigen, dass wir auch in Deutschland Musik mit Leidenschaft machen. Und zeigen, wofür ich stehe - für Liebe, Freiheit, Toleranz und Miteinander“, sagte Naidoo weiter.

ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber sagte, Naidoo sei ein Ausnahmekünstler, der seit zwanzig Jahren seinen Platz im deutschen Musikleben habe. Deshalb sei er direkt nominiert worden. „Wir bitten die besten Produzenten und Komponisten Deutschlands, für Xavier zu schreiben.“ 2015 war Deutschland mit null Punkten auf dem letzten Platz gelandet.

Mannheimer Sänger hat bereits sechs Echos gewonnen

Die ARD ändert damit ihr Konzept. Bisher gab es einen Wettbewerb, aus dem der deutsche ESC-Kandidat hervorging. Vergangenes Mal hatte Sieger Andreas Kümmert die Wahl nicht angenommen, so dass die zweitplatzierte Ann-Sophie in Österreich antrat.

Xavier Naidoo hat seine Alben in Deutschland millionenfach verkauft. Mit „Dieser Weg“ lieferte Xavier Naidoo 2006 den Hit zum Fußball-Sommermärchen. Den Echo bekam er sechs Mal, zuletzt in diesem Jahr. Derzeit ist Naidoo mit den Söhnen Mannheims anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Band auf Tour.

Naidoo und seine fragwürdigen Aussagen

Mehrfach sorgte der Mannheimer mit indischen und afrikanischen Wurzeln für politische Diskussionen - etwa, als er am Tag der Deutschen Einheit vor den rechtspopulistischen sogenannten Reichsbürgern sprach, die Deutschland nicht als souveränen Staat anerkennen. 2011 hatte er ARD-Morgenmagazin erklärt: „Wir sind nicht frei. Wir sind immer noch ein besetztes Land.“

In seinen Songs predigt Naidoo oft christliche Werte. Er kann aber auch andere Töne anschlagen. So wurde er Ende 2012 für ein gemeinsames Lied mit dem Rapper Kool Savas angezeigt. Der Song „Wo sind“ war als sogenannter Hidden Track auf dem gemeinsamen Album der Musiker. In dem Lied finden die beiden mit drastische Worte zum Thema Kindesmissbrauch. „... dann ficke ich euch in den Arsch, so wie ihr es mit den Kleinen macht. Ich bin nur traurig und nicht wütend. Trotzdem würde ich euch töten“, heißt es darin unter anderem. Linkspolitiker zeigten Savas und Naidoo. Ermittlungen wurde aber nicht eingeleitet.

Das nächste Finale findet im Mai 2016 in Stockholm statt, nachdem der Schwede Måns Zelmerlöw dieses Jahr mit seinem Song „Heroes“ gewonnen hatte.

Von dpa

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