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Zu jeder Zeit gefragt: Wildwuchs

MAZ-Konzerttipp Zu jeder Zeit gefragt: Wildwuchs

Mit Stillstand gibt sich niemand ab. Schon gar nicht die Künstler der diesjährigen Ausgabe des Irish Folk Festivals. Hier kommt – schon regelmäßig – die Jugend an die Macht. Wie Cúig, ein Fünfer, der so munter und aufspielt wie nie. Ausbruch, Wildwuchs, Grenzüberschreitung sind gefragt - am Mittwoch in Berlin.

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Youngster mit großem Talent: Cúig.

Quelle: Promo

Potsdam. Ist Irland das unbekannte Land? Für manchen sicher. Noch, denn obwohl die Musik von der Grünen Insel längst als wichtiger Teil globaler Sounds wahrgenommen wird, steigen immer noch Neulinge erst richtig ein. Damit es eine Liebe auf ewig wird, haben sich die Macher des Irish Folk Festivals in diesem Jahr etwas Besonderes einfallen lassen. Die Konzertreihe erlebt zwar bereits ihre 44. Auflage, doch altehrwürdig dürfte das falsche Etikett sein. Denn die Zeichen stehen auf Veränderung. Immer.

Wie passend, dass diesmal sogar eine der jüngsten Bands gleich als Hauptattraktion aufgeboten wird, die mit ihren Songs wie frischer Wind übers Land bläst. Die Jungspunde von Cúig, was nichts anderes als „fünf“ auf Gälisch bedeutet, haben es allerdings faustdick hinter den Ohren. Besser fingerflink, geschickt und sprühend vor Ideen. Nicht anders lassen sich die Instrumentals des Quintetts aus Nordirland beschreiben: Die Jungs formen mit Banjo, Mandoline, Knopfakkordeon, Fiedel, Flöte und Dudelsack wundervolle Jigs, Reels und Strathspeys. Sie erschaffen „New Landscapes“ Neue Landschaften erblühen so unter ihren Händen. Tempo, Übergänge und Gestaltung sind schlicht vielversprechend. Vertrauensvorschuss komplett gerechtfertigt.

Es wird heiß, wenn die Socks aufspielen

Es wird heiß, wenn die Socks aufspielen.

Quelle: Kevin Murphy

Wer Socks In The Frying Pan von der Leine lässt, der muss sich vorsehen. Bei dem Dreier aus Clare kommt der Spielspaß nie zu kurz, gleich ob er Material von Songwritern der letzten 40 Jahre auf ihre Weise interpretiert oder traditionelles Material. Immer wird alles ganz heiß angeboten von der verschworenen Truppe von der Westküste. Und Pfiff erhält alles gewissermaßen durch Aufgeschlossenheit und Groove. Denn sie bringen auch Country oder Shanty in ihren Liedern unter.

Brilliert mit sinnlichem Vortrag

Brilliert mit sinnlichem Vortrag: Emma Langford.

Quelle: Emily Gale

Schließlich wäre da noch eine junge Lady – Emma Langford. Man kann gar nicht anders als ihrer Stimme zu verfallen. Eine Sängerin aus Limerick, die die Tradition kennt, Jazz und Pop nicht meidet. Nicht umsonst konnte sie mit dem Kanadier Ron Sexsmith touren.

Rhythmus ist alles, was zählt für die Fusion Fighters

Rhythmus ist alles, was zählt für die Fusion Fighters.

Quelle: Gary Collins

Sie haben Eisen an den Schuhen und benutzen ihren ganzen Körper als Resonanzfläche, als Rhythmus-Instrument – die Fusion Fighters. Irischer Steptanz in Vollendung und im Aufbruch. Denn der Fünfer kombiniert Körperkontakt, Trommeln und die Geräusche seiner Schuhe auf verblüffende, neue bislang ungekannte Weise. Konzertbesucher sollten sich daher den einen oder anderen Freudenhüpfer nicht versagen.

Konzert: Das Irish Folk Festival ist am Mittwoch, dem 15. November, in der Passionskirche in Berlin-Kreuzberg zu Gast.

Von Ralf Thürsam

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