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Zukunft von Künstlerhaus ungewiss

Verhandlungen über Schloss Wiepersdorf Zukunft von Künstlerhaus ungewiss

Wie geht es weiter mit dem Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf? Bei einem Ortstermin ließ sich am Dienstagvormittag Benedikt Buhl, der neue Geschäftsführer der privaten Stiftung, in dem Flämingdorf blicken. Sein Vorgänger, Wolfgang Illert, der noch bis Ende November im Amt ist, gibt sich optimistisch.Stiftung Denkmalschutz und Land Brandenburg sind in Verhandlung.

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Direktorin Anne Frechen zeigt Benedikt Buhl, dem neuen Geschäftsführer der Stiftung Denkmalschutz, die Bibliothek im Künstlerhaus.

Quelle: Foto: DEGENER

Wiepersdorf. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und das Kulturministerium Brandenburg verhandeln auch an diesem Freitag wieder über die Zukunft des Künstlerhauses Schloss Wiepersdorf (Teltow-Fläming). Weitere Gesprächsrunden sollen im November folgen.

Wolfgang Illert, noch bis Ende November Geschäftsführer der Stiftung, gab sich gestern optimistisch, dass der Stipendiatenbetrieb in Wiepersdorf auch über das Jahr 2018 hinaus aufrecht erhalten bleibt. Dann läuft die Zweckbindung für die kulturelle Nutzung der Immobilie aus. Das Land hatte die Schlossanlage an die private Stiftung übertragen und dem neuen Eigentümer parallel dazu die Erträge aus einem Kapitalstock über 7,5 Millionen Euro zweckgebunden zur Verfügung gestellt. Durch die Niedrigzinspolitik lassen sich die Kosten für die Versorgung der Künstler nicht mehr erwirtschaften.

Illerts Nachfolger Benedikt Buhl sah sich gestern erstmals im Künstlerhaus um, wollte sich aber in der Sache nicht äußern. Eingeladen zu dem Ortstermin hatten der Landtagsabgeordnete Erik Stohn und Ulrike Liedtke, die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. „Ich hoffe, dass es hier künftig herzhaft zugeht und nicht mehr so halbherzig“, sagte Liedtke.

Anne Frechen, die Direktorin des Künstlerhauses, sprach von derzeit etwa 40 Künstlern pro Jahr, die sich ein bis fünf Monate in Wiepersdorf aufhalten. Das Künstlerhaus und seine neun Mitarbeiter könnten etwa 60 Künstler pro Jahr gut verkraften. Nachdem Finnland keine Künstler mehr nach Wiepersdorf schickt, wird verstärkt versucht, andere ausländische Stipendiengeber mit ins Boot zu holen.

Von Karim Saab

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